27.06.2022 15:32 |

Krankenstand-Chaos

AUA erwarten ab Dienstag planmäßigen Flugbetrieb

Die Austrian Airlines hoffen nach der Corona-bedingten Absage von rund 100 Flügen am Wochenende und weiteren 19 am Montag auf eine Stabilisierung der Lage am morgigen Dienstag. Außer einem Direktflug nach Stuttgart, für den es einen Ersatz über Hannover gebe, sollen alle Flüge plangemäß stattfinden. Passagiere sollten sich dennoch vor der Fahrt zum Flughafen über den Status ihres Flugs informieren.

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AUA-Chefin Annette Mann hatte vor dem Wochenende gesagt, Personalmangel wie bei anderen Airlines - wie etwa der AUA-Mutter Lufthansa - gebe es dank Kurzarbeit und 150 Neuanstellungen beim Kabinenpersonal nicht. Unterdessen schreibt das Luftfahrtportal „Austrian Wings“, die AUA hätten noch im Frühjahr 50 Flugbegleiter mit einem finanziellen Bonus („Golden Handshake“) dazu gedrängt, das Unternehmen zu verlassen. Dabei sei damals schon absehbar gewesen, dass etwa 150 Crewmitglieder fehlen würden.

Eine Flugbegleiterin wird ohne Namensnennung von „Austrian Wings“ damit zitiert, dass das finanzielle Angebot nur gegolten habe, wenn jemand das Unternehmen noch vor dem Sommer verlässt. Letztlich habe sich das Unternehmen von 50 erfahrenen Flugbegleitern getrennt, weitere 100 junge hätten das Unternehmen aus eigenem Antrieb verlassen. Jetzt würden Menschen gedrängt, an ihren freien Tagen doch zu arbeiten.

Kurzfristige Krankenstände nicht vorauszusehen“
„Aufgrund der neuen Gegebenheiten einer veränderten und verkleinerten Flotte und den damit verbundenen Crew-Konfigurationen, mussten Austrian Airlines auch personelle Anpassungen vornehmen. Mit den betroffenen Mitarbeitern wurden einvernehmliche Sozialpakete vereinbart.“ Grundsätzlich haben die Austrian Airlines genügend personelle Ressourcen in der Kabine für das geplante Flugprogramm. Inzwischen seien sogar schon 200 neue Flugbegleiter eingestellt worden. „Kurzfristige Krankenstände wie nun mit einer weiteren Corona-Welle sind leider nicht vorauszusehen.“

FPÖ-Verkehrssprecher Christian Hafenecker verwies auf das Unterstützungspaket von 450 Millionen Euro für die AUA im Rahmen der Corona-Krise. Dennoch sei Personal in Kurzarbeit geschickt oder gekündigt worden. Die AUA seien einer der größten Profiteure der „Koste es, was es wolle“-Corona-Hilfspolitik der Bundesregierung gewesen. Diese müsse jetzt alle Möglichkeiten prüfen, um ausbezahlte Gelder vom Unternehmen wieder zurückzubekommen, forderte Hafenecker.

Die AUA sind nur eine von vielen Fluglinien, die derzeit mit Ausfällen kämpfen. Aber während bei den AUA vor allem Corona-Fälle zur Streichung von Flügen führen, fallen bei anderen Fluglinien öfter Flüge wegen Personalmangel an Flughäfen aus. So konnten in Deutschland am Wochenende Tausende Passagiere nicht abheben, weil es bei der Abfertigung Probleme gab. Die Lufthansa hat bereits für den Sommer etwa 3000 Verbindungen gestrichen (siehe Video oben). Davor hatte es auch in Amsterdam und London Probleme bei der Abfertigung von Passagieren gegeben.

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