Was haben sie nicht alles schon gewettert, die Steirer. Vor allem die schwarzen Steirer, die sich jahrzehntelang an der Bundes-ÖVP rieben. In den Achtzigern kämpften sie mit aller Macht samt Volksbegehren gegen die Stationierung der Draken-Abfangjäger in ihrem Bundesland - gegen einen ÖVP-Verteidigungsminister. Sogar mit Abspaltung von der ÖVP nach dem bayrischen CSU-Modell drohte man nicht zum ersten und letzten Mal.
Durchgesetzt hat man sich selten. Die Draken wurden sehr wohl stationiert. Auch andere laut vorgetragene Forderungen aus der Grünen Mark wurden leise, aber bestimmt abgewiesen. Hinter vorgehaltener Hand belächelte man gerne die „Wilden hinter dem Semmering“.
Längst hat man auch in der steirischen ÖVP erkannt, dass man mit lautem Theaterdonner nichts erreicht. Christopher Drexler, seit Freitag designierter Nachfolger des pragmatischen Hermann Schützenhöfer als Landeshauptmann und steirischer ÖVP-Chef, war noch vor Jahren als Kämpfer gegen Wien aufgefallen - quasi mit dem Bihänder. Drexler beteuert, er habe höchstens „mit dem feinen Florett gekämpft“. Während Schützenhöfer betont, wie gut Drexler mit Wien vernetzt sei. Ja, so ändern sich die Zeiten - auch in der ÖVP!
Einen schönen Sonntag und einen schönen Feiertag mit Ihrer „Krone“!
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