Sieben krachende Niederlagen en suite. Zuletzt in Paris. Brutalst vom Platz geschossen von einem bolivianischen Nobody. Schlimm. Das Schlimmste aber Dein Kommentar dazu: „Natürlich ist es sehr schmerzhaft, aber - es war zu erwarten.“ Du hast also Deine Niederlage erwartet, mit ihr gerechnet.
Ich meine, da gehst Du, ein Weltklassespieler, auf den Platz hinaus. Und in Deinem Hinterkopf nistet die Niederlage. Du bestreitest ein Match. Hast es aber in Wirklichkeit schon aufgegeben. Du denkst und glaubst nicht mehr ans Gewinnen. An Deine Tenniskunst. Deine Kraft. Deine Genialität.
Du bist nur irgendeiner, der halt Tennis spielt, weil er dafür gut bezahlt wird. Deine Körpersprache verrät: In Deinem Hinterkopf nistet tatsächlich die Niederlage.
Sie drückt Deinen Kopf nach vorne. Wogegen Du machtlos bist. Also lässt Du ihn hängen, den Kopf. Ein Tennis spielender Hängekopf, der das Spiel mit dem Filzball verlernt hat?
Falsch. Aber ein Tennis spielender Hängekopf, der vor dem Spiel mit dem Filzball Angst hat. Angst, dass ihm der Ball um die Ohren fliegt, an ihm vorbei, über ihn hinweg.
Angst vor der Tenniskunst des Gegners. Angst auch vor dem eigenen Versagen. Ein Tennisspieler zum Abgewöhnen ...
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