Ausnahmezustand
Kinder in Angst: „Möge Gott den Krieg abwenden“
Eine Torte, ein paar Kerzen, Kinderlachen. Für einen kurzen Augenblick war die Welt für die 33 Kleinen im Kinderkrisenzentrum an diesem eiskalten Tag in Ordnung. Doch die Panik vor einem drohenden Krieg war schnell zurück, erzählt uns die Leiterin.
Vera Koschil heiße sie. Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner kennt die Chefin des (dank Spenden aus Österreich betriebenen) ukrainischen Kinderkrisenzentrums als quirlige und durchsetzungsstarke Frau. Doch bei seinem letzten Gespräch mit ihr wirkt sie gebrochen.
„Sonst weinen sie nur die ganze Zeit“
„Den Kleinen erzählen wir nur das Notwendigste, denn sonst weinen sie nur die ganze Zeit“, so Koschil. Ihr grenzenloser Optimismus ist weg. „Wir bereiten alles vor, dass wir das Zentrum so schnell wie möglich evakuieren können. In der benachbarten Schule gibt es einen Luftschutzkeller, im Familienhaus wurden bereits im Erdkeller Lebensmittel eingelagert. Dort müssen wir uns im Notfall verstecken.“
Die kleine Oase der Geborgenheit und Sicherheit gibt es nicht mehr. Koschil: „Möge Gott uns beschützen und den Krieg abwenden.“







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.