Günstige Lebensmittel

Ein Sozialmarkt in jedem Bezirk ab dem Jahr 2023

Burgenland
18.01.2022 10:59

Leere Brieftaschen, leere Kühlschränke, leere Herzen - immer mehr Burgenländer sind von Armut gefährdet und leiden unter Existenzangst. Wegen der Corona-Krise sind Tausende Menschen erst in Not geraten, besonders betroffen alleinerziehende Mütter und ihre Kinder. Dieser Entwicklung will SPÖ-Landesrat Leonhard Schneemann mit Sozialmärkten und günstigen Angeboten entgegensteuern.

Der erste Sozialmarkt öffnete im Oktober 2021 die Pforten. Kurz darauf nahm der zweite Sozialmarkt im Fachmarktzentrum Mattersburg den Betrieb auf. „Der Sonnenmarkt bietet günstig Lebensmittel und Drogerieartikel für sozial benachteiligte Menschen. So ist für mehr Chancengleichheit gesorgt“, so Schneemann. Das Angebot werde gut angenommen, sagt er.

Mobile Versorgung
Das dazugehörige Sonnencafé bietet die Möglichkeit, sich nach dem Einkauf eine Tasse Kaffee zu kleinen Preisen zu gönnen. „Darüber hinaus wird noch ein mobiler Sonnenmarkt eingerichtet, der künftig die Gemeinden in der Umgebung anfahren soll“, kündigt Schneemann an. Mit der Entwicklung des Sonnenmarktes ist er höchst zufrieden.

„Hier wird mit viel Engagement gearbeitet. Ich bin überzeugt, dass wir damit ein Stück soziale Gerechtigkeit geschaffen haben“, betont der SPÖ-Politiker: „Als Soziallandesrat erlebe ich immer wieder mit, welchem Druck gewisse Bevölkerungsgruppen ausgesetzt sind, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Mit diesem Projekt wollen wir gegensteuern.“

Kampf gegen Armut
Laut Schneemann stehen Sozialmärkte für den Kampf gegen Armut, soziale Ausgrenzung und nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln. Bis 2023 soll es in jedem Bezirk einen Standort geben. Zielgruppe sind alle Burgenländer, die als armutsgefährdet gelten, und 14.500 Senioren, die von einer Mindestpension leben müssen. Einkaufen kann jeder, wenn bestimmte Netto-Einkommen nicht überschritten werden. Für Einzelpersonen gilt weniger als 1100 € im Monat bzw. 13.200 € im Jahr und für Paare weniger als 1550 € im Monat bzw. 18.600 € im Jahr, abgesehen von 350 € im Monat und 4200 € im Jahr pro Kind.

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