Eine Verschärfung der Regeln am Arbeitsplatz steht bevor. Schon bald soll nur noch 2,5 G (geimpft, genesen, PCR-getestet) gelten. Sowohl Arbeiterkammer als auch Wirtschaftskammer fordern nun, dass die Maßnahme erst umgesetzt wird, wenn es ein ausreichendes, kostenloses PCR-Testangebot vorhanden ist.
In vielen Bereich gilt bereits jetzt 2 G, schon kommende Woche soll - wenn es nach dem Bund geht - auch am Arbeitsplatz nur mehr 2,5 G statt 3 G gelten. Aus Sicht der Arbeiterkammer Burgenland sollte die Maßnahme aber erst umgesetzt werden, wenn es ausreichend kostenlose Möglichkeiten zum PCR-Testen gibt.
„Bund ist gefordert“
„2,5G am Arbeitsplatz ist nur möglich, wenn das Testangebot entsprechend ausgebaut wird. Die Bundesregierung ist hier mehr als gefordert“, kritisiert AK-Präsident Gerhard Michalitsch und fordert - ebenso wie die Wirtschaftskammer Burgenland - einen Ausbau des Angebots. Denn schon jetzt hätten viele Dienstnehmer Probleme in der Arbeit wegen ausstehenden Testergebnissen.
Testen am Wochenende
Die Möglichkeiten für einen kostenlosen Abstrich haben sich zuletzt geändert. Die BITZ und Teststraßen in den Gemeinden wurden geschlossen. Dafür gibt es PCR-Gurgeltests, die bei allen Spar-Filialen erhältlich sind. Vieles läuft auch über die Apotheken. Kommt die Verschärfung, müssten viele Arbeitnehmer an den Wochenenden testen, um für Montag ein Ergebnis zu haben. „Das Testen-Müssen an den Wochenenden, um der Arbeit nachgehen zu können, stellt eine zusätzliche Belastung für Arbeitnehmer dar. Eigentlich dient das Wochenende der Erholung“, meint der AK-Präsident.
Ungarn besonders betroffen
Besonders betroffen sind die knapp 20.000 Einpendler aus Ungarn und der Slowakei. Sie haben in ihrer Heimat oft keinen Zugang zu kostenlosen Tests. Hinzu kommt, dass der Impfstoff Sputnik in Österreich nicht anerkannt wird. Die Wirtschaftskammer fordert daher, dass drei Impfungen als Immunisierung gelten, wenn der letzte Stich mit einem anerkannten Vakzin erfolgt ist.
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