27.08.2021 11:00 |

Zebrastreifen

Preis-Wirrwarr um das „bunte Zebra“

Um die Kosten von 11.487 Euro für einen neuen Regenbogenzebrastreifen in Klagenfurt tobt seit Tagen eine skurrile Politschlacht. In Villach hätte der bunte Übergang nur 1650 Euro gekostet, wird jetzt auch noch argumentiert. „Krone“-Recherchen ergaben aber: Man kann diese Projekte nicht miteinander vergleichen.

Was als Symbol für Toleranz gedacht war, dient jetzt in Klagenfurt als Anlass für eine Schlammschlacht im Rathaus. Nach der Kritik von Stadträtin Sandra Wassermann (FP) an den Kosten in Höhe von 11.487 Euro für den Regenbogenzebrastreifen vor den CityArcaden gab es prompt die Retourkutsche aus dem Büro des Bürgermeisters. Wassermann alteriere sich über ein Projekt, für das eigentlich sie verantwortlich sei.

In Villach kostete Regenbogen-Zebra viel weniger
Sie hätte es in der Hand gehabt, die Ausgaben zu reduzieren, wäre die kleine stadteigene Fräsmaschine zum Einsatz gekommen. Da der Zebrastreifen aber sanierungsbedürftig gewesen sei, könne man ohnehin nur von Mehrkosten in Höhe von 2123 Euro sprechen, heißt es aus dem Bürgermeister-Büro, wo man auf Villach verweist. Dort hätte man für das Regenbogen-Zebra nur 1650 Euro ausgegeben.

„Die Schutzwege sind nicht zu vergleichen“
In der Draustadt kann man die Klagenfurter Debatte nicht nachvollziehen. „Die Schutzwege sind nicht zu vergleichen“, erklärt ein Mitarbeiter des Wirtschaftshofs, der gemeinsam mit einer privaten Firma die drei Regenbogenzebrastreifen in Villach aufgebracht hat. Er verweist auf die unterschiedliche Größe der Übergänge. „Außerdem mussten bei uns keine Fräsarbeiten gemacht werden“, betont der Wirtschaftshof-Mitarbeiter. Diese seien nur dann notwendig, wenn der Untergrund zu glatt ist, um eine Farbe aufzutragen. Andernfalls würde sich die neue Farbe nicht mit dem Boden verbinden.

Christian Tragner
Christian Tragner
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