Krise im 3. Lager

Blaues Chaos im Gemeinderat ist für SPÖ die Chance

Kärnten
19.01.2011 17:34
Während überall FPK und FPÖ auf Fusionskurs sind, atomisiert sich in Villach das dritte Lager. Mittlerweile sitzen im Gemeinderat eine Partei (die FPK) sowie ein "wilder" Freiheitlicher und ein parteiloser Freiheitlicher. Dazu gibt es noch zwei weitere rätselhafte Gruppen. Manzenreiter und der SPÖ kann's recht sein.

Das Chaos im freiheitlichen Lager kurz zusammengefasst: Die FPK stellt mit Wally Rettl und Josef Zauchner zwei Stadträte sowie zehn Gemeinderäte. Darüber hinaus sitzt mit Albert Gangl ein von der FPK ausgeschlossener "wilder" Abgeordneter im Stadtparlament. Ebenfalls Einzelkämpfer ist Hartwig Warmuth, der sich parteilos von der FPÖ abgespaltet hat. Nicht im Gemeinderat sitzen das BZÖ Villach, das im Internet einen Stephan Henning als Chef ausweist, und die "FiV", die Freiheitlichen in Villach. 

Chance für SPÖ auf Mehrheit
Während sich also im freiheitlichen Chaos in der Draustadt niemand mehr wirklich auskennt, darf Bürgermeister Helmut Manzenreiter jubeln. "Mit Gangl und Warmuth ergibt sich jetzt für die SPÖ wieder die Chance auf eine Mehrheit, ohne die FPK, ÖVP oder die Grünen miteinbeziehen zu müssen", analysiert ein Villacher Rathaus-Insider. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung war das freilich noch kein Thema.

von Fritz Kimeswenger, "Kärntner Krone"

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