Wie AVAST auf der firmeneigenen Website erklärt, sei die Firma schon immer stolz auf die weite Verbreitung ihrer Software gewesen. Schließlich habe man prüfen wollen, wie sich eine Lizenz für ein Antivirenprogramm online verbreite - und die Antwort ist sogar für das Unternehmen selbst eine Überraschung.
Eine kleine Firma in Tuscon, USA, erhielt am 30. Juni 2009 eine Lizenz für die Antivirensoftware "avast! Pro Antivirus", die für 14 Nutzer ausgestellt wurde. Binnen eines Jahres hat sich diese Zahl allerdings auf genau 774.651 User in über 200 Ländern der Welt - von Afghanistan bis Simbabwe - erhöht. Zwei Raubkopierer sitzen gar im Vatikan. Ausfindig gemacht wurden die zahlungsunwilligen Nutzer über ihre IP-Adressen, die meisten illegalen Kopien des Programms gibt es demnach in Russland, gefolgt von Mexiko und Brasilien. Mit Italien und Spanien haben es EU-Länder auf die Plätze 4 und 5 geschafft, darauf folgen die USA.
Gefährliche Download-Websites kein Hindernis
Große Beschleunigung hat die Verbreitung der raubkopierten Lizenzcodes durch illegale Download-Websites erfahren. Ein Paradoxon, so Vince Steckler, Chef von AVAST Software, dass Nutzer ausgerechnet auf solch gefährlichen, von Malware und Viren verseuchten Websites auf die Suche nach einem "kostenlosen" Antivirenprogramm gehen. Die Firma will nun versuchen, die schwarzen Schafe zu bekehren und vom Umstieg auf legale Produkte überzeugen.
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