Domscheit-Berg, der im September nach drei Jahren bei WikiLeaks ausgestiegen war, warf deren Gründer Julian Assange vor, seine Macht missbraucht zu haben. Auf Kritik habe er "zwischen wütend und ignorant" reagiert. Vor allem habe die Transparenz gefehlt. "Von anderen Organisationen oder Regierungen haben wir das die ganze Zeit eingefordert, aber intern wurde diese Transparenz verwehrt." Seine Erfahrungen verarbeitet Domscheit-Berg gerade zu einem Buch, das voraussichtlich Ende Jänner erscheinen soll.
WikiLeaks hatte am vergangenen Sonntag mit der schrittweisen Veröffentlichung von rund 250.000 geheimen diplomatischen Depeschen der US-Regierung begonnen, in denen US-Diplomaten aus ihren Einsatzländern berichten. Die Regierungen der USA und anderer Länder warfen dem Portal daraufhin schwere Rechtsverstöße vor. Zuvor hatte WikiLeaks bereits unter anderem Dokumente zu den US-Militäreinsätzen in Afghanistan und im Irak veröffentlicht.
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