Schon unter Landeshauptmann Jörg Haider hatte die in Kärnten öffentlich inszenierte Auszahlung des "Teuerungsausgleichs" immer wieder für Kritik gesorgt. Landeshauptmann Gerhard Dörfler verteidigte aber die Aktion, die in diesem Jahr trotz Sparzwangs fortgeführt wird. Es handle sich um eine wichtige soziale Unterstützung für Menschen mit geringem Einkommen.
"Das macht das Kraut nicht fett"
Landesrat Harald Dobernig meinte, bei den rund zwei Millionen Euro, die zur Auszahlung gelangen würden, handle es sich um "0,918 Promille des Landesbudgets, das macht das Kraut auch nicht fett". Den Teuerungsausgleich werde es überdies auch in den kommenden Jahren geben, versprachen Dörfler und Dobernig.
ÖVP sieht "Geldverteilungsaktion"
ÖVP-Landessekretär Achill Rumpold übte am Montag heftige Kritik an der Auszahlung des Teuerungsausgleichs und sprach von einer "Geldverteilungsaktion". Für AK-Präsident Günther Goach sei es "verwerflich, wenn jemand, dem es eh schon schlecht geht, sich öffentlich zeigen muss, um vom Landeshauptmann 100 Euro in die Hand gedrückt zu bekommen". ÖVP und SPÖ kritisierten die Inszenierung des Teuerungsausgleichs, wo es doch in anderen Bereichen an sozialer Unterstützung fehlen würde.
Wer erhält den Ausgleich?
Anspruchsberechtigt sind Pensionisten mit Ausgleichszulage, Bezieher der allgemeinen Wohnbeihilfe, Bezieherinnen des Kärntner Müttergeldes und Bezieher des Familienzuschusses. Der Hauptwohnsitz muss seit mindestens zwei Jahren in Kärnten liegen. Anträge auf Auszahlung können bis zum 15. März 2011 gestellt werden.
Mehr Infos und Anträge zum Teuerungsausgleich sind in der Infobox zu finden!
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.