Auf die Spur des Klans hat die Polizei ein Aufgriff von zehn illegal in der EU aufhältigen Tschetschenen auf einem Parkplatz in Feldkirchen geführt: Bereits im Juli hefteten sich die Ermittler an die Fersen der Täter. Diese verdienen eine enorme Summe, indem sie ihre Landsleute von Tschetschenien über Russland, Weißrussland nach Polen bis Wien schleusen.
Allein für den letzten Streckenabschnitt bis Österreich sind pro Person 2.000 Euro zu bezahlen. "Das Zielland der Schlepper ist meist Italien oder Frankreich. Immer öfter führt die Route der Täter durch Kärnten", bestätigt Herbert Poimer von der Gruppe Menschenhandel im Kriminalamt Kärnten, der gemeinsam mit Wolfgang Patscheider die Ermittlungen geführt hat. Daran waren auch das BKA und Ermittler aus Nieder- und Oberösterreich beteiligt.
14 Täter angezeigt
22 Tschetschenen wurden aufgegriffen, 14 Täter angezeigt, einer von ihnen sogar von der Spezialeinheit "Cobra" verhaftet; zwei weitere werden noch per Haftbefehl gesucht. Es gab fünf Hausdurchsuchungen.
Zu kämpfen haben die Fahnder mit den ausgeklügelten Methoden der Schlepper. So warnen "Vorausfahrzeuge" die Täter vor Polizeikontrollen. Und für den Transport durch Österreich werden Autos aus Ländern verwendet, in denen Verwaltungsstrafen nicht verfolgt werden können.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.