21.12.2020 11:08 |

Wegen Corona-Mutation

Flugverbote: Johnson beruft Krisensitzung ein

Während immer mehr Staaten aufgrund einer Virus-Mutation in Südostengland Landeverbote für Flüge aus dem Inselstaat verhängen, hat nun die britische Regierung eine Krisensitzung zu dem Thema einberufen. Dabei soll es insbesondere um die Sicherstellung des Frachtverkehrs gehen, so ein Sprecher.

Bei dem Treffen werde es um die „Situation bezüglich des internationalen Verkehrs“, insbesondere des Frachtverkehrs, gehen, sagte ein Regierungssprecher am Montag in London. Neben mehreren EU-Staaten stellt etwa auch Österreich - mit Ausnahme von Frachtflügen - seine Flugverbindungen ab Dienstag 0 Uhr von und nach Großbritannien ein.

Mutation „außer Kontrolle“
Premier Boris Johnson hatte einen verschärften Lockdown in England über die Weihnachtszeit mit der Entdeckung der Virus-Mutation begründet. Seinen Angaben zufolge ist die Corona-Mutation um 70 Prozent ansteckender als die Ursprungsvariante. Großbritanniens Gesundheitsminister Mark Hancock sagte im Sender Sky News, die neue Mutation sei „außer Kontrolle“.

Datenlage noch sehr lückenhaft
Die Virus-Variante wurde auch bereits in weiteren Ländern nachgewiesen, darunter Italien, Belgien, die Niederlande und Dänemark. Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, sagte am Montag im Deutschlandfunk, dass davon auszugehen sei, dass die Mutation auch Deutschland bereits erreicht habe. Er betonte, dass die Datenlage zu der Mutation noch sehr lückenhaft sei. Johnsons Angaben zum Ansteckungsgrad der Mutation seien ein Schätzwert.

In Österreich wurde die Virusmutation bisher nicht nachgewiesen, hieß es am Sonntag aus dem Gesundheitsministerium.

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