25.11.2020 10:51 |

Protest endet am Zaun

Berlin: Demonstrant kracht mit Auto in Kanzleramt

Ein augenscheinlicher Globalisierungsprotest hat in Berlin ein jähes Ende am Zaun des Bundeskanzleramtes gefunden. Am Mittwochvormittag krachte ein dunkelgrüner VW Kombi mit der Aufschrift „Stoppt Globalisierungspolitik“ an den Zaun des Kanzleramtes.

Der Fahrer wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen, wie die Berliner Polizei auf Twitter mitteilte. Es werde derzeit noch geklärt, ob er den Wagen gegen das Tor vor dem Gebäude gesteuert habe.

Auf der Seite des augenscheinlich unbeschädigten dunklen Kombis steht in weißer Schrift eine Beschimpfung geschrieben: „Ihr verdammten Kinder und alte Menschen-Mörder“. Auf der Beifahrerseite steht „Stop der Globalisierungs-Politik“.

Der Vorfall ereignete sich während der laufenden Kabinettssitzung der deutschen Regierung. Sie tagt in der Regel am Mittwoch in der Früh im Kanzleramt.

Proteste gegen Corona-Maßnahmen
Ob die Aktion womöglich in Zusammenhang mit den jüngsten Protesten gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie steht, ist noch unklar. In der vergangenen Woche waren während einer Abstimmung des Bundestages über das Infektionsschutzgesetz Protestkundgebungen in direkter Nähe des Bundestages und vor dem Kanzleramt verboten worden.

Bereits 2014 ähnliche Aktion
Nach Medienberichten wurde dasselbe Auto bereits im Februar 2014 gegen den Zaun des Kanzleramtes gefahren. Fotos von dem damaligen Vorfall zeigen den Wagen mit einer politischen Beschriftung, die sich gegen den Klimawandel richtete. Auf der anderen Seite des Autos prangte eine Liebeserklärung. Verletzt wurde niemand, das Auto sei sehr langsam unterwegs gewesen, hieß es damals von der Polizei. Der 48 Jahre alte Fahrer des Autos wurde damals festgenommen.

Michaela Braune
Michaela Braune
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