Ikea will in Zukunft keine Einwegbatterien mehr verkaufen. Bis Oktober 2021 sollen alle herkömmlichen Alkali-Batterien aus dem globalen Sortiment verschwinden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Kunden sollen damit motiviert werden, auf wiederaufladbare Batterien umzusteigen.
Verschiedene aktuelle vergleichende Ökobilanzstudien zeigten, dass die Umweltauswirkungen von Alkali-Batterien höher seien als die von wiederaufladbaren Nickel-Metallhydrid-Batterien (NiMH), wenn sie in gängigen Haushaltsgeräten verwendet würden, die einen hohen Energieverbrauch haben und daher regelmäßig aufgeladen werden müssten, teilte Ikea mit und berief sich dabei auf eine aktuelle Forsa-Umfrage, der zufolge Batterien mit 95 Prozent in nahezu jedem Haushalt in Fernbedienungen für elektrische Geräte wie z. B. Fernseher oder die Musikanlage eingesetzt werden, gefolgt von Taschenlampen und Fahrradlampen (73 Prozent).
Laut Ikea seien bereits nach zehn Ladevorgängen bei wiederaufladbaren NiHM-Batterien die Treibhausgasemissionen niedriger als bei Verwendung von Alkali-Batterien zur Gewinnung der gleichen Energiemenge. Nach etwa 50 Ladevorgängen seien die gesamten Umweltauswirkungen von NiMH-Batterien gleich oder geringer als bei Verwendung von Alkali-Batterien. „Damit lassen sich im Laufe der Zeit erhebliche Einsparungen erzielen - sowohl hinsichtlich der Kosten als auch der Emissionen“, so Florian Thalheimer, Sustainability Manager bei Ikea Österreich.
Die Maßnahme betrifft vor allem das „Alkalisk“-Batteriensortiment, die Lithium-Ionen-Knopfzellenbatterie „Plattboj“ soll dagegen vorerst im Sortiment bleiben. Im Geschäftsjahr 2019 verkaufte das Möbelhaus weltweit rund 300 Millionen Alkali-Batterien. Berechnungen zufolge könnten - rein hypothetisch - jährlich 5000 Tonnen Abfall eingespart werden, wenn alle Kunden beim Betrieb stromintensiver Geräte von Alkali-Batterien auf die wiederaufladbaren Akkus umsteigen und diese nur 50-mal wiederaufladen.
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