15.09.2020 19:16 |

Verhandlungsstart

Länder äußern Bedenken wegen 1-2-3-Ticket

Am Freitag trifft Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne) erstmals die Verkehrslandesräte, um über das 1-2-3-Ticket zu verhandeln. Diese melden schon vorab Bedenken an, weil etwa die Finanzierung noch ungeklärt ist.

Um einen Euro pro Tag öffentlich durch ein Bundesland, um zwei Euro täglich durch zwei Länder und um drei Euro pro Tag durch ganz Österreich düsen - das ist die Idee des 1-2-3-Tickets. Schon 2021 soll das Ticket um drei Euro pro Tag kommen.

Erstmals mit den Verkehrslandesräten darüber verhandeln will die Infrastrukturministerin am Freitag. Doch noch vor diesem Termin regt sich Unmut.

Unklarheit, wer die Kosten trägt
Zwar ist niemand gegen das Ticket. Bemängelt wird aber, dass völlig unklar ist, wer welche Kosten trägt. „Wir wollen endlich wissen, was uns der Bund zahlen will“, sagt Steiermarks Verkehrsreferent Anton Lang (SPÖ). Niederösterreichs Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) merkt an, dass bereits mehrere Länder Verhandlungen zur Kostenaufteilung gefordert haben, „ohne jedoch Gehör zu finden“.

Auch die Anbindungen müssen stimmen
Und Burgenlands Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) macht darauf aufmerksam, dass für eine erfolgreiche Umsetzung des Tickets auch die Anbindungen stimmen müssen: „Wir liegen Bund und ÖBB seit Jahren in den Ohren, dass es eine moderne, schnelle und leistungsfähige Bahnstrecke von Eisenstadt nach Wien braucht.“

Sandra Schieder, Kronen Zeitung

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