Die Liste der SPÖ-Schattenminister - als Gegenpart zu den derzeitigen Landesräten von FPK und ÖVP - solle signalisieren, dass seine Partei jederzeit in der Lage sei, die Verantwortung in Kärnten zu übernehmen, meint SPÖ-Chef Peter Kaiser. Neue Gesichter, die man sich vielleicht nach der Wahlniederlage 2009 erwartet hätte, sind aber nicht dabei.
SPÖ-Schattenminister für einzelne Ressorts
Die Schattenminister sollen für einzelne Ressorts zuständig sein. Kaiser selbst wird die Themen Volksgruppen- und Verfassungsfragen behandeln. Besonders auf die Finger schauen werde man dem Regierungsmitglied Harald Dobernig (FPK).
Abgeordneter Hans Peter Schlagholz soll die Finanzgebarung genau überwachen, die Landtagsabgeordnete Nicole Cernic für Kultur zuständig sein und Arbeiterkammerpräsident Günther Goach den Wirtschaftsbereich abdecken. Klubobmann Reinhart Rohr soll sich um Technologie und Forschung und die Gemeinden kümmern, Cernic übernimmt zusätzlich den Bereich Bildung.
Kandidaten könnten bald ersetzt werden
Jedes Teammitglied solle seinen Bereich täglich überprüfen und im Bedarfsfall Maßnahmen ergreifen, so Kaiser. Er will das Schattenkabinett aber nicht als Fixstarter für die nächste Landtagswahl 2014 verstanden wissen. "Wir befinden uns in einem permanenten Verjüngungsprozess. Es werden in dieser Zeit viele Neue dazukommen", sagt er.
FPK: "Lichtlose Nachtschattengewächse"
"Die vorgestellten Schattenminister werden wohl nur lichtlose Nachtschattengewächse bleiben", ätzte der FPK-Pressedienst in einer Aussendung. Laut FPK-Klubobmann Kurt Scheuch habe die SPÖ nun bewiesen, "wie dünn und wenig tragbar ihre Personaldecke geworden ist. Indem man alte Gesichter immer neu durchmischt, bekommt man keine zukunftsfähige Mannschaft. Lösungen sind diese SPÖ-ler bis zum heutigen Tag schuldig geblieben."
Ähnlich argumentierte BZÖ-Landesobmann Stefan Petzner. "Die groß angekündigte Präsentation des roten Schattenkabinetts hat mit der Vorstellung altbekannter und verbrauchter sozialistischer Altpolitiker geendet."
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