„Ich freue mich ...“

Trump: Höhere Zölle für Autos und Lkw aus der EU!

Außenpolitik
01.05.2026 18:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die nächste Eskalation im Handelsstreit: US-Präsident Donald Donald Trump droht der EU mit drastisch höheren Autozöllen – von 15 auf 25 Prozent. Und das schon ab nächster Woche! 

In einem Post auf der Plattform Truth Social begründete er das am Freitag mit dem Vorwurf, dass sich die EU nicht an das vereinbarte Handelsabkommen halte.

„Ich freue mich, bekannt zu geben, dass ich aufgrund der Tatsache, dass die Europäische Union sich nicht an unser vollständig vereinbartes Handelsabkommen hält, in der nächsten Woche die Zölle auf Autos und Lastwagen aus der Europäischen Union, die in die Vereinigten Staaten importiert werden, erhöhen werde“, schrieb er auf Truth Social. Aktuell beträgt er 15 Prozent.

Trumps Posting im Wortlaut:

Diese Fahrzeuge sind von der Zollerhöhung ausgenommen 
Auf Autos und Lkw europäischer Hersteller, die in Werken in den USA produziert werden, werde es weiterhin keine Zölle geben, schrieb der US-Präsident weiter. Viele Automobil- und Lkw-Werke würden sich derzeit im Bau befinden, hieß es weiter, „mit Investitionen von über 100 Milliarden Dollar – EIN REKORD in der Geschichte der Auto- und Lkw-Produktion“, schrieb Trump. „Diese Werke, die mit amerikanischen Arbeitskräften besetzt sind, werden bald eröffnet – so etwas wie das, was heute in Amerika passiert, hat es noch nie gegeben!“

Die EU und die USA hatten im Vorjahr ein umfassendes Handelsabkommen für zahlreiche Bereiche unter Dach und Fach gebracht. Damit sollte auch eine rückwirkende Senkung der Zölle für EU-Autoexporte in die USA auf 15 Prozent von zuvor 27,5 Prozent einhergehen. Die EU verpflichtete sich dabei, ihre Zölle auf alle US-Industriegüter abzuschaffen und einen bevorzugten Marktzugang für eine Vielzahl von US-Meeresfrüchten und Agrarerzeugnissen wie Milchprodukten, Schweinefleisch oder Sojaöl zu gewähren.

Trump hatte der EU immer wieder vorgeworfen, die USA auszunutzen und auf den Handelsüberschuss der EU bei Waren verwiesen. Brüssel argumentierte, Washington berücksichtige dabei nicht die starke Position der USA bei Dienstleistungen, vor allem im Bereich des Internets.

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