23.06.2020 07:37 |

Nach Todesfall

Seattles Stadtchefin will „autonome Zone“ auflösen

Nachdem friedliche Demonstranten in Seattle eine „autonomen Zone“ im Zuge der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt eingerichtet hatten, ist die Bürgermeisterin Jenny Durkan offenbar mit ihrer Geduld am Ende. Sie will die Zone nun auflösen, denn es sei an der Zeit, die Ordnung wiederherzustellen, erklärte Durkan.

Demonstranten hatten Anfang Juni unweit des Kapitols in der Innenstadt mehrere Straßenzüge besetzt, die Polizei zog aus einer dort gelegenen Wache ab. US-Präsident Donald Trump war die Situation von Beginn an ein Dorn im Auge. Er warf Durkan und dem Gouverneur des Bundesstaats Washington Untätigkeit vor und forderte mehrfach, dass sie die Kontrolle über die Stadt zurückerlangen müssten. Die Bürgermeisterin dagegen ließ die Besetzer tagelang gewähren, doch will sie dem Treiben nun ein Ende setzen.

Meinungsänderung nach Todesfall
Durkans Ankündigung kommt nach Zwischenfällen am Wochenende: Ein 19-Jähriger war in der Nacht auf Samstag erschossen worden. Am Sonntag fielen wieder Schüsse, eine Person wurde laut Polizei verletzt. Sie habe selbst ein 19 Jahre altes Kind, schrieb sie auf Twitter. Für sie sei der Vorfall „nicht zu akzeptieren“.

Polizei soll „friedlich“ in Wache zurückkehren
Es sei nicht der richtige Weg, das Gebiet von der Polizei räumen zu lassen, sagte Durkan. Vielmehr arbeite die Stadtverwaltung mit Organisationen zusammen, die an den Protesten beteiligt seien. Die Polizei werde „friedlich“ in ihre Wache zurückkehren.

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