Nach Covid-Erkrankung

Johnson will ab Montag wieder die Regierung führen

Ausland
24.04.2020 00:12

Großbritanniens Premier Boris Johnson will offenbar ab Montag wieder die Regierungsgeschäfte führen. Der 55-jährige Politiker wolle laut „Telegraph“ zum Wochenauftakt zu seinem Amtssitz in der Londoner Downing Street zurückkehren und habe bereits Besprechungen mit einzelnen Kabinettministern vereinbart.

Johnson war an Covid-19 erkrankt und Anfang April sogar auf die Intensivstation des St. Thomas‘ Hospital in London gebracht worden, nachdem sich sein Gesundheitszustand eineinhalb Wochen nach seiner Diagnose verschlechtert hatte. Am 12. April konnte er wieder aus dem Spital entlassen werden. Zwischendurch stand sein Leben angeblich auf Messers Schneide, wie Johnson selbst in einerm Video sagte.

Ein kurzer öffentlicher Auftritt, der letzte vor der Einlieferung ins Spital: Johnson trat an seinem Amtssitz 10 Downing Street, an dem er sich selbst isolierte, vor die Tür, um dem medizinischen Personal des Landes zu applaudieren. (Bild: AP)
Ein kurzer öffentlicher Auftritt, der letzte vor der Einlieferung ins Spital: Johnson trat an seinem Amtssitz 10 Downing Street, an dem er sich selbst isolierte, vor die Tür, um dem medizinischen Personal des Landes zu applaudieren.
(Bild: ASSOCIATED PRESS)

Johnson schaltete sich auch von Landsitz in Regierungsgeschäfte ein
Während seines Aufenthalts im Krankenhaus und seiner Erholung in Checkers, dem Landsitz der britischen Regierung, führte Außenminister Dominic Raab die Regierung. Johnson schaltete sich aber auch von dort in die Regierungsgeschäft ein und gab Anweisungen. Nach Regierungsangaben vom vergangenen Samstag hatte er auch „einige Kontakte“ mit Kabinettsmitgliedern, es wurde aber nicht das Ausmaß genannt. Er halte sich an die Anweisungen seines Arztes, hieß es.

An Johnsons Seite auf dem Landsitz Chequers in der Nähe der Hauptstadt: seine schwangere Verlobte Carrie Symonds (Bild: ASSOCIATED PRESS)
An Johnsons Seite auf dem Landsitz Chequers in der Nähe der Hauptstadt: seine schwangere Verlobte Carrie Symonds

Dass sich Johnson wieder so schnell in die Regierungsgeschäfte einmischt, soll mit zunehmender Kritik an der Regierung bei der Bekämpfung der Pandemie zu tun haben. Nach einem Bericht der „Sunday Times“ war zu Beginn des Ausbruchs wochenlang der Ernst der Lage in Großbritannien nicht erkannt worden. Man habe sich stattdessen zu sehr auf den Brexit konzentriert.

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