23.02.2020 13:29 |

„Ruhe bewahren“

Kärntner Landeshauptmann rät von Italien-Reisen ab

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) rät der Bevölkerung aufgrund der Coronavirus-Epidemie derzeit davon ab, Reisen nach Italien zu unternehmen. Wenn es nicht notwendig sei, sollte man die betroffenen Regionen meiden, sagte Kaiser am Sonntag in Klagenfurt. „Das Wichtigste ist jetzt, Ruhe zu bewahren und nicht in Hysterie zu verfallen“, riet er zur Besonnenheit. In Norditalien wurden elf Städte mit insgesamt 52.000 Einwohnern isoliert (siehe Video oben).

Welche Auswirkungen die Ausrufung des Notstands in Friaul-Julisch Venetien haben wird, sei derzeit noch unklar. Er stehe jedenfalls in engem Kontakt mit dem Präsidenten der Nachbarregion und dem Veneto. Am Montag werde er eine Telefonkonferenz mit dem zuständigen Politiker in Friaul durchführen, um konkrete Informationen einzuholen. Er rechnet damit, dass die Maßnahmen vorerst strenger ausfallen dürften, angesichts der Inkubationszeit werde es später aber wohl eine Lockerung geben.

Wer in Italien war, gilt noch nicht als Verdachtsfall
Wer in den vergangenen Tagen in den betroffenen Gebieten gewesen sei, sollte auf seinen Gesundheitszustand achten. Sollte es Krankheitssymptome geben, sei es das Beste, den Hausarzt zu kontaktieren, sagte Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) und fügte hinzu: „Wer in Italien gewesen ist, gilt noch nicht als Verdachtsfall.“

Nehammer: „Nehmen die Lage in Italien sehr ernst“
Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hatte erst zuvor angekündigt, dass man mit den italienischen Behörden in enger Abstimmung sei und im Ernstfall Grenzschließungen „sehr rasch“ umzusetzen wären. „Wir sind in der glücklichen Lage, dass es keinen Fall in Österreich gibt. Die Lage in Italien nehmen wir sehr ernst“, sagte Nehammer.

In Kärnten gebe es derzeit weder eine Erkrankung mit dem Coronavirus noch einen Verdachtsfall, sagte Prettner. Zwei Kärntner, die nach ihrer Rückkehr aus China zuhause in Quarantäne sind, werden laut Landessanitätsdirektor Heimo Wallenko „heute oder spätestens morgen“ aus der Quarantäne entlassen. Beide hätten keinerlei Krankheitssymptome, sämtliche Tests seien negativ verlaufen.

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