05.02.2020 13:07 |

„Dumm, heimtückisch“

Khamenei: „Nahost-Plan stirbt noch vor Trump“

Donald Trumps Friedensplan für den Nahen Osten - dem US-Präsidenten zufolge der „Deal des Jahrhunderts“ - ist aus der Sicht des obersten iranischen Führers zum Scheitern verurteilt. „Dieser Plan ist zwar dumm, aber auch heimtückisch. Die Palästinenser und die gesamte arabische Welt sollten sich dagegenstellen. Der Plan wird sterben, noch bevor Trump es tut“, wie es Ayatollah Ali Khamenei am Mittwoch mit drastischen Worten im iranischen Staatsfernsehen ausdrückte.

Khamenei sieht die einzige Lösung für den Nahostkonflikt in einem Referendum aller Palästinenser, die selbst die politische Zukunft ihres Landes bestimmen sollen.

Palästinenser nicht am Verhandlungstisch
Trump hatte vergangene Woche einen Plan vorgestellt, der den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern, die nicht am Verhandlungstisch saßen, lösen soll. Der Plan stieß international sowohl auf Lob, aber auch auf viel Kritik, weil er die Palästinenser zu erheblichen Zugeständnissen an Israel zwingt. Gleichzeitig würde er Israel die Annexion des Jordantals und von Siedlungen erlauben.

Ein Palästinenserstaat wäre mit harten Auflagen verbunden. Einige lehnt die Palästinenserführung grundsätzlich ab. Außerdem wäre der Traum der Palästinenser von einer Hauptstadt im historischen Ostjerusalem zunichtegemacht.

Scharfe Kritik aus dem Nahen Osten
Die iranische Führung hatte Trumps Nahost-Plan bereits scharf verurteilt. Präsident Hassan Rouhani bezeichnete ihn als „abscheulich und für die gesamte Region inakzeptabel“. Für Außenminister Mohammed Javad Zarif ist der Plan „das Traumprojekt eines bankrotten Immobilienunternehmers“ und ein „Alptraum für die Region und die ganze Welt“. Trump hingegen sieht darin „einen großartigen Friedensplan“.

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