Nach wütenden Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über angebliche „Sabotage“ seines Auftritts bei der Generaldebatte im vergangenen Jahr will die UNO ein neuerliches Debakel verhindern: Vor Trumps Rede am Dienstag sei eine Rolltreppe „überprüft und noch einmal überprüft worden“.
Die Rolltreppe hatte im vergangenen Jahr angehalten, als Trump und seine Ehefrau Melania diese betraten. Das Paar musste die Stufen daraufhin zu Fuß erklimmen. Trump hatte der UNO erst vergangene Woche erneut vorgeworfen, die Rolltreppe vorsätzlich „abgestellt“ zu haben.
„Weiter unten als der Rücken“
Gleichzeitig prahlte er damit, dass er seiner Frau damals aufs Gesäß gegriffen habe: „Glücklicherweise war die First Lady sehr stark, und ich konnte mich an ihrem Rücken oder an einem anderen Körperteil festhalten. Es war tatsächlich ein bisschen weiter unten als der Rücken“, sagte der 80-Jährige (siehe Video unten).
Nutzung des Teleprompters wird erleichtert
Die UNO nahm sich zudem den Teleprompter vor, der während Trumps Rede im vergangenen Jahr ausgefallen war. „Es wurden neue Vorkehrungen getroffen, um der US-Delegation die Nutzung des Teleprompters zu erleichtern“, sagte Dujarric. „Wir hoffen, dass damit alles reibungslos funktioniert.“ Der US-Präsident hatte danach über den „schlechten“ Teleprompter geklagt. Außerdem beschwerte er sich über Probleme bei der Tonanlage, wodurch seine einstündige Ansprache nicht gut zu hören gewesen sei.
UNO rückte Trumps Angaben zurecht
Die UNO hatte Trump bereits vor einem Jahr darauf verwiesen, dass der Teleprompter von Vertretern des Weißen Hauses selbst betrieben wurde. Die Rolltreppe habe angehalten, weil jemand versehentlich einen Sicherheitsschalter ausgelöst habe - vermutlich ein Videoreporter, der Trump und seine Frau filmen wollte. Zu dem angeblichen Problem mit der Tonanlage erklärte ein UNO-Vertreter, diese sei darauf angelegt, dass die Teilnehmer der Vollversammlung die Reden in sechs verschiedenen Sprachen gedolmetscht über ihre Kopfhörer verfolgen können.
Fundamentalkritik an der UNO
Im vergangenen Jahr hatte Trump seine Rede bei der Vollversammlung genutzt, um Fundamentalkritik an den Vereinten Nationen zu üben und ihre internationale Bedeutung in Abrede zu stellen. „Kein Wunder, dass die Vereinten Nationen nicht in der Lage waren, die Aufgabe zu erfüllen, für die sie gegründet wurden“, schrieb er nach der technischen Pannen-Serie in seinem Onlinedienst Truth Social.
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