02.07.2010 15:49 |

Dopinggerüchte

Ironman: Heimische Topathleten im Zwielicht

Bereits zum zwölften Mal wird am kommenden Sonntag der Ironman-Triathlon in Klagenfurt ausgetragen. Und wieder wird der Event von einer Dopingdebatte überschattet. Einerseits darf Hannes Hempel aufgrund seiner Sperre durch die NADA nicht starten - seine beantragte einstweilige Verfügung gegen das Startverbot wurde abgelehnt. Zudem blüht Österreichs Topfavoriten Michael Weiss (Bild oben) Ungemach...

Alle Jahre wieder - wird beim Ironman über Doping diskutiert. Bereits im Vorjahr wurde das Rennen von den Dopinggerüchten um den Klagenfurter Hannes Hempel, der nach Platz drei im Jahr 2008 um den Sieg laufen wollte, überschattet. Im heurigen Jahr wiederholt sich die Geschichte - allerdings mit einem anderen Protagonisten. Der Niederösterreicher Michael Weiss, Österreichs Topfavorit, sieht sich vor seiner Klagenfurt-Premiere mit einem Dopingverfahren der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA konfrontiert.

Keine Sperre vorgesehen
Dennoch kann Weiss, der heuer als erster Österreicher einen Ironman gewonnen hat, am Sonntag starten - da die NADA derzeit noch keine Handhabe für eine Suspendierung sieht. "Hätte es die Suspendierung gegeben, hätten wir ihn leider Gottes nicht starten lassen können. Wir haben aus dem Vorjahr gelernt", sagte Veranstalter Stefan Petschnig.

Veranstalter ist sauer
Dass der Klagenfurt-Ironman von den Doping-Diskussionen überlagert wird, sei aber höchst ärgerlich. "Dass die NADA diese Sachen immer dann, wenn unmittelbar vor einer Sportveranstaltung die mediale Aufmerksamkeit am größten ist, spielt, widerstrebt mir zutiefst", so Petschnig.

Sorgen, die der vierfache Ironman-Sieger Marino Vanhoenacker aus Belgien nicht haben muss. Er will in Klagenfurt zum fünften Mal in Folge triumphieren. Doch, er behauptet: "Die Konkurrenz ist heuer härter geworden." Am ehesten droht ihm Gefahr vom Briten Stephen Bayliss: "Ich möchte Marino schlagen", gab er sich selbstbewusst. Ein weiterer Favorit, der Vanhoenacker gefährlich werden könnte, ist der Niederösterreicher Max Renko, der beim Ironman in Südafrika den achten Platz erreichte.

Mit 40 Jahren ist für Langbrandtner Schluss
Norbert Langbrandtner, mehrmals am "Stockerl" in Klagenfurt, wird heuer zum zehnten und letzten Mal bei der Sportveranstaltung antreten. "Die Platzierung ist eigentlich nebensächlich, ich habe mir allerdings vorgenommen, die Profi-Karriere bis zu meinem 40. Geburtstag durchzuhalten. Und am 14. Juli ist es dann soweit", so Langbrandtner, der schon vor dem Rennen Feierlaune verbreitete.

Bei den Damen sieht sich Favoritin Rebecca Preston aus Australien (Siegerin 2006) in einer "guten Position", Konkurrentin Eva Dollinger aus Österreich hat sich ebenfalls einen Stockerlplatz als Ziel gesetzt: "Ich bin bestens vorbereitet." Die britische Vorjahressiegerin Bella Bayliss rechnet mit Unterstützung der zahlreich an den Wörthersee angereisten britischen Fans.

"Eiserner" Erfolg: 64.000 Nächtigungen
Für die Region Klagenfurt soll die Veranstaltung rund 64.000 Nächtigungen und eine Gesamtwertschöpfung von circa 3,5 Millionen Euro bringen. Bürgermeister Christian Scheider ist gewillt, den Ironman weiterhin in Klagenfurt auszutragen: "Wir sind in Verhandlungen und wollen das Event bis 2016 in Klagenfurt halten." Insgesamt treten 2.200 Teilnehmer aus 55 Nationen an.

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