Kurz bestätigt Namen

Türkis-grüne Regierung wird größer als Türkis-Blau

Österreich
01.01.2020 06:00

Inhaltlich ist zwar so gut wie noch nichts bekannt, dafür steht nun aber fest, dass die künftige türkis-grüne Regierung mehr Mitglieder haben wird als die türkis-blaue Koalition. Am Altjahrestag zauberte die ÖVP eine weitere personelle Überraschung aus dem Hut. Außerdem bestätigten Türkise und Grüne weitere Ministernamen. Heute gehen die Verhandlungen ins Finale.

Die künftige türkis-grüne Regierung nimmt Formen an: Zwölf türkise und fünf grüne Mitglieder wird sie haben. Bestehen soll sie aus dem Kanzler, seinem Vize, 13 Ministern und zwei Staatssekretären - und damit um eine Person mehr als die türkis-blaue Koalition hatte.

Steiermark wäre bei ÖVP beinahe leer ausgegangen
Das neueste Mitglied zauberte die ÖVP am Altjahrestag aus dem Hut: Christine Aschbacher soll das Ressort für Arbeit, Familie und Jugend leiten. Bisher war der mächtige Bereich Arbeit im Sozialministerium angesiedelt. Aschbacher ist wie ihre Vorgängerin Juliane Bogner-Strauß Unternehmerin, dreifache Mutter und Steirerin. Sie kommt aus einer ÖVP-Familie in Wundschuh bei Graz - ihre Schwester Barbara Walch ist dort Bürgermeisterin. Zwischen 2012 und 2015 war die künftige Ministerin im Finanz- und Wirtschaftsministerium tätig. Zuletzt leitete die 36-Jährige die Agentur „Aschbacher Advisory“.

Außerdem bestätige ÖVP-Chef Sebastian Kurz der „Krone“, dass seine Vertrauten Klaudia Tanner und Karl Nehammer die beiden Sicherheitsressorts Verteidigung und Inneres übernehmen werden.

Von den Grünen wiederum wurde bestätigt, dass die von der Liste JETZT zu ihnen gewechselte Juristin Alma Zadic Justizministerin werden soll. Weiters wurde der „Krone“ zwar nicht von den Grünen im Bund, dafür aber von den oberösterreichischen Grünen bestätigt, dass ihr Landesrat Rudi Anschober Sozialminister werden soll.

Frauen stellen im türkisen Lager erstmals Mehrheit
Aschbacher, Tanner und Zadic reihen sich damit ein in die Riege weiblicher Personalentscheidungen: Auf türkiser Seite sind das Susanne Raab als Integrationsministerin und Karoline Edtstadler als Europaministerin, auf grüner Seite Leonore Gewessler als Klimaschutzministerin. Noch nicht offiziell bestätigt, aber als so gut wie fix gelten Elisabeth Köstinger als Landwirtschaftsministerin und Margarete Schramböck als Wirtschaftsministerin. Damit stellen Frauen einen großen Teil des künftigen Regierungsteams, im türkisen Lager sogar die Mehrheit.

Als Fixstarter gilt außerdem Gernot Blümel als Finanzminister, Bildungsminister könnte neuerlich Heinz Fassmann werden. Auf türkiser Seite zu besetzen ist einzig noch das Außenministerium.

Heute steht die letzte Verhandlungsrunde an, am Abend soll die Einigung verkündet werden. Morgen soll dann das Regierungsprogramm präsentiert werden.

Sandra Schieder, Kronen Zeitung

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