10.12.2019 07:48 |

„Ich war schon tot“

Nach Lebensrettung: Treffen mit dem Schutzengel

Seinen Schutzengel hat der 76-jährige Alois Moser aus dem Kärntner Wolfsberg in Gestalt einer 23-jährigen Klagenfurterin gefunden. Die junge Mutter hatte den ehemaligen Gendarmerie-Oberst ins Leben zurückgeholt, nachdem dieser einen Herzstillstand erlitten hatte. Am Montag trafen die beiden einander im Spitalszimmer.

Tagelang beschäftigte den Lavanttaler die Frage, wer wohl der Schutzengel sei, der ihm am 30. November das Leben gerettet hat. Wie berichtet, war der Pensionist beim Radfahren plötzlich leblos zusammengesackt. Herzstillstand! Nachbarn hatten ihm später erzählt, dass unmittelbar danach eine junge Frau herbeigeeilt sei und eine Herzmassage durchgeführt hätte. Beim Eintreffen der Rettung sei die junge Frau aber auf einmal verschwunden gewesen.

„Habe Kindernotfallkurs absolviert“
Bei der Lebensretterin handelt es sich um Magdalena Raupl (23) aus Klagenfurt. Sie hat sich aufgrund des „Krone“-Artikels am Montag gemeldet. Die junge Mutter erzählt: „Ich habe vor einem Jahr einen Kindernotfallkurs absolviert, weil ich eine kleine Tochter habe. Deshalb habe ich sofort gewusst, was zu tun ist. Vor einem Monat hatte ich schon einmal bei einem Unfall geholfen.“ Die Rezeptionistin hatte an dem Tag zufällig einen Termin in der Nähe. „Als ich zwei Männer bei dem Mann knien sah, bin ich sofort hingerannt und habe mit der Herzmassage begonnen.“

Am Montag gab es im Klinikum Klagenfurt das erste Treffen zwischen dem Pensionisten und seiner Lebensretterin: „Ich bin froh, sie endlich kennenzulernen. Sie ist mein Schutzengel! Ich war ja schon tot.“

In den nächsten Tagen wartet auf Alois Moser eine Operation. „Dann muss ich auf Reha“, erzählt der Pensionist. „Vielleicht kann ich aber im Frühjahr schon auf die Saualm radeln“, scherzt der Lavanttaler.

Claudia Fischer
Claudia Fischer
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