Durch den Playoff-Sieg gegen Ried hat Rapid doch noch einen versöhnlichen Saisonabschluss geschafft und kann jetzt schon in Richtung neue Saison blicken. Denn auch ohne großen Kaderumbruch stehen wohl doch ein paar Abschiede an. Dafür ist ein Däne als Verstärkung im Anflug!
Durch den 3:0-Heimsieg am Sonntag im Final-Rückspiel des Europacup-Playoffs über die SV Ried erreichten die Hütteldorfer ihr Minimalziel, die Teilnahme an einem internationalen Bewerb. Am 23. Juli, vier Tage nach dem WM-Finale, geht es in der zweiten Runde der Conference-League-Qualifikation los. Dass bis dahin viel Arbeit wartet, ist allen Beteiligten klar.
Trainer Johannes Hoff Thorup betonte, für die bevorstehende Spielzeit sei vor allem ein Faktor entscheidend: Konstanz. Immer, wenn im Frühjahr kleine Meisterhoffnungen aufkeimten, setzte es verlässlich schmerzhafte Rückschläge. „Vor wenigen Wochen hatten wir noch die Chance, Tabellenführer zu werden, in der letzten Runde hatten wir die Chance, Dritter zu werden. Wir haben unsere Chancen nicht genützt, aber wenn wir uns steigern, werden wir diese Chancen hoffentlich nächstes Jahr wieder haben und es dann besser machen“, sagte der Däne und bezeichnete die abgelaufene Saison als „nicht viel mehr als akzeptabel“.
Dabei wäre mit Rapid so viel möglich – zumindest theoretisch. „Der Club hat großes Potenzial, aber wir müssen es entfalten“, meinte Hoff Thorup. Um dies zu schaffen, müsse eine klare Identität entwickelt und auch klug auf dem Transfermarkt gehandelt werden.
Kein großer Umbruch bei Rapid zu erwarten
Sportchef Markus Katzer erklärte zwar, ein großer Umbruch sei im Sommer nicht zu erwarten, dennoch ist mit einer nicht unwesentlichen Personalfluktuation zu rechnen. Nikolaus Wurmbrand, Bendeguz Bolla und Serge-Philippe Raux-Yao gelten als Verkaufskandidaten, dafür soll der 31-jährige dänische Stürmer Tonni Adamsen vor der Unterschrift stehen. Zudem dürfte Nicolas Bajlicz aus Ried zurückgeholt werden.
Katzer ließ sich diesbezüglich nicht in die Karten blicken, kündigte im Sky-Interview aber an, „viele Spieler aus der eigenen Jugend“ hochzuziehen. Die Saison sei „extrem durchwachsen und extrem schwierig, wirklich nervenaufreibend“ gewesen. Man werde „sehr ehrlich, sachlich und fachlich“ reflektieren, versprach der Ex-Teamspieler, der am Sonntag auf Fan-Transparenten – wenn auch nicht namentlich erwähnt – deutlich kritisiert wurde.
Kritik mussten sich auch die Spieler gefallen lassen, die dafür Verständnis zeigen. So meinte etwa Louis Schaub, die Saison sei in Schulnoten gemessen „maximal befriedigend, wenn nicht weniger“ verlaufen. „Wir hatten andere Ansprüche.“
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