Die Formel-1-Ikonen aus der Vergangenheit. Charismatische Stars, oft mit rebellischen Zügen. Champions wie Jochen Rindt rauchten vor dem Start an der Boxenmauer, Rivalitäten wurden ohne PR-Filter in der Öffentlichkeit ausgetragen. Schreiduelle in den Boxenstraßen, verhasste Blicke. Das gnadenlose Duell zwischen dem analytischen Taktiker Niki Lauda und dem extrovertierten Playboy James Hunt war Stoff für Hollywood, Ayrton Senna und Alain Prost standen den beiden um nichts nach, Michael Schumachers Skandale gingen in die Geschichte ein ...
Die Königsklasse hat sich verändert. Zu 100 Prozent nachhaltiges E-Fuel ersetzt das hochgiftige Superbenzin, die Reifenwechsel dauern nur noch zwei Sekunden, die Fahrer sind keine verrückten Hasardeure mehr, sondern eher Cockpit-Manager, die die Batterie-Energie zu verwalten haben – und im richtigen Augenblick den „Overtake Mode“ aktivieren müssen. Ein 19-Jähriger mischt die härteste Rennserie der Welt auf, Kimi Antonelli ist der erste Fahrer überhaupt, der seine ersten vier Formel-1-Siege in Serie feiern konnte. Ein Teenager, der die WM anführt, zwei Gesichter hat. Außerhalb der Strecke bescheiden, bodenständig und nahbar, im Auto unerschrocken, kompromisslos, fokussiert und aggressiv.
Extreme Gegensätze, die ihm in den Medien bereits den Spitznamen „Der Killer mit dem Babygesicht“ beschert haben. Ein Segen für die Formel 1, ein Jackpot für den Grand Prix in Spielberg. Weil Tausende Italiener dank Kimi Ende Juni das Murtal bevölkern werden.
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