09.12.2019 11:55 |

„Viel zu verlieren“

Unternehmer rechnen mit Zunahme von Datenklau

Cyberattacken und Datendiebstahl sind für viele Unternehmen inzwischen eine konkrete Gefahr. Zwei von fünf Firmen in Deutschland haben in den vergangenen drei Jahren Hinweise auf Spionage entdeckt, gut jede vierte (26 Prozent) wurde mehrmals Ziel von Kriminellen - zumeist gab es Hackerangriffe auf IT-Systeme.

Das sind Ergebnisse einer Umfrage der Beratungsgesellschaft EY in 453 deutschen Unternehmen, die am Montag in Frankfurt vorgestellt wurde. Die Zahlen fielen ähnlich hoch aus wie bei der vorigen Umfrage 2017. In den Jahren davor waren deutlich weniger Fälle genannt worden.

Fast alle befragten Geschäftsführer und IT-Experten (97 Prozent) rechnen damit, dass die Gefahr durch Spionage oder Datenklau zunehmen wird. Dennoch schätzt knapp die Hälfte der Befragten (48 Prozent) das Risiko als gering ein, dass das eigene Unternehmen Opfer von Cyberangriffen und Datenklau wird.

„Viel zu verlieren“
Vier von fünf Befragten (81 Prozent) halten die Sicherheitsvorkehrungen im eigenen Unternehmen für ausreichend. In fast drei Viertel (73 Prozent) der Unternehmen, die schon geschädigt wurden, wurden Angriffe mittels interner Kontrollsystem aufgedeckt.

EY-Partner Bodo Meseke mahnte jedoch: „Unternehmen haben im Schadensfall viel zu verlieren: ihre Geschäftsgeheimnisse, ihre Kundendaten und letztendlich auch das Vertrauen ihrer Geschäftspartner und Kunden. Deswegen sollte kein Unternehmen das Risiko unterschätzen - egal ob großer Weltkonzern oder kleiner Mittelständler.“

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