Für ihre dreimonatige Studie hatte die EFF Nutzer gebeten, eine eigens eingerichtete Testseite im Internet zu besuchen. Diese speicherte alle öffentlich zugänglichen Informationen der Teilnehmer ab, darunter beispielsweise Angaben zum verwendeten Betriebssystem, dem Browser, verwendete Schriften und Sprachen sowie installierte Plugins. Allesamt Daten, die Browser routinemäßig beim Besuch einer Website dieser übermitteln.
Anschließend glichen die Forscher diese Daten mit einer Datenbank von fast einer Million Nutzern ab, deren Konfigurationen zuvor erfasst worden waren. Das Ergebnis: In 85 Prozent aller Fälle waren die Konfigurationskombinationen einzigartig und ergaben einen eindeutig identifizierbaren "Fingerabdruck". Bei Browsern, die Adobe Flash oder Java-Plugins installiert hatten, stieg die Erkennungsrate sogar auf 94 Prozent.
Zwar könnten Nutzer ihre Browsereinstellungen dahingehend verändern, dass etwa Java-Skripts blockiert werden, was die Rückverfolgbarkeit erschwere, allerdings sei dies für die meisten Anwender sehr schwierig, kritisiert Peter Eckersley von der EFF. Er fordert die Entwickler von Browsern daher auf, weniger Daten an Web-Server zu übermitteln.
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