"Oh, wie schön"

28.000 Fans feiern beim Cupfinale im Klagenfurter “Ufo”

Kärnten
16.05.2010 16:51
Während Kärntens "Spitzenfussball" das bittere Ende droht, ist Klagenfurt derzeit Schauplatz hochkarätiger Fußballspiele. 28.000 ausgelassene Fans - darunter zumindest 25.000 Steirer - erlebten am Sonntag den Cupsieg von Sturm Graz in der Hypo-Arena. Erinnerungen an die Euro 2008 in Klagenfurt wurden wach.

Die 25.000 steirische Fans hatten für echte Heimspiel-Atmosphäre in der Hypo-Arena gesorgt. Doch lange mussten sie zittern, denn erst in der 81. Minute fiel Sturms Goldtor gegen die frech aufspielenden Wiener Neustädter: Haas legte für Muratovic ab - dessen gefühlvolle Flanke zur Mitte versenkte Lavric zum ersehnten 1:0 für Sturm. Die Party in Schwarz-Weiß war damit gerettet und die Welle sauste ab dann gleich mehrmals durchs Stadion.

Bilder vom Fußballfest in Klagenfurt in der Infobox!

Trainer von Spielern im Sekt gebadet
Nach dem Schlusspfiff verwandelten die Sturm-Fans die EM-Arena in ein Tollhaus. "Oh, wie ist das schön" donnerte es von den Tribünen. Viele Hunderte schafften es auch, das überforderte Security-Personal zu überlisten und auf den Rasen zu stürmen. Trainer Franco Foda wurde sogleich von seinen Spielern mit Sekt gebadet, und der Erfolgscoach musste seinen Anzug wechseln (zur Sicherheit hatte er einen zweiten feinen Zwirn dabei).

Ein Hauch von Bayern München in Klagenfurt
"Meine Spieler haben sich das wohl von Bayern München abgeschaut, die haben Trainer van Gaal auch heftig geduscht", schmunzelte ein klatschnasser Foda und strahlte nach dem ersten Titel seiner Trainer-Karriere über beide Ohren: "Ein Wahnsinn, dass 25.000 Fans nach Klagenfurt gekommen sind. Dieser Titel ist wichtig für die Fans, die Mannschaft und den Klub. Jetzt wird gefeiert, werden wir ordentlich einen heben. Wie ich meine Truppe kenne, feiert sie eh zwei Tage durch."

"Jetzt wird bis zum Abwinken gefeiert!"
Gleich nach Schlusspfiff wurden die ersten Biere geköpft, im Bus nach Graz ging die Party feuchtfröhlich weiter. "Jetzt wird bis zum Abwinken gefeiert, es wird die Post abgehen!", sagte Kapitän Mario Kienzl. Auch Torhüter Christian Gratzei war auf Wolke sieben: "Unfassbar, was hier abgegangen ist. Wir haben großen Druck gehabt, jetzt ist die Erleichterung aber umso größer. Ich bin so froh, dass wir den Titel geschafft haben."

Nun wartet das Länderspiel
Die Teamspieler mussten allerdings auf die Party-Bremse steigen. Daniel Beichler, Jakob Jantscher und Christian Gratzei mussten noch am Abend wieder retour ins Teamcamp nach Pörtschach. Am Mittwoch steigt ja das Länderspiel zwischen Österreich und Kroatien in Klagenfurt. Das nächste Spitzenspiel in der Hypo-Arena.

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