30.07.2019 16:03 |

Bereits probegehört

Ambeo: Sennheiser steigt in Soundbar-Markt ein

Mit der „Ambeo Soundbar“ betritt der bislang vornehmlich für Kopfhörer, Mikrofone und Veranstaltungstechnik bekannte deutsche Hersteller Sennheiser den TV-Audio-Markt. krone.at konnte die „Zukunft des Home-Entertainments“ bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart Probe hören.

Die Zeiten, in denen für räumlichen Heimkino-Klang fünf oder gar mehr Lautsprecher übers ganze Wohnzimmer verteilt aufgestellt wurden, sind offenbar vorbei. Immer mehr Konsumenten mögen es unkompliziert und bevorzugen Surround-Sound aus einer Quelle. Diesem Trend will Sennheiser mit seiner „Ambeo Soundbar“ nun Rechnung tragen und verspricht „das ganze Volumen eines Multispeakersystems in nur einem einzigen Gerät“.

13 Lautsprecher für virtuellen Raumklang
Um das zu ermöglichen, verbaut Sennheiser unter dem Chassis aus gebürstetem Aluminium insgesamt 13 Lautsprecher mit einer Gesamtleistung von 500 Watt in seiner Soundbar. Neun davon sind frontal nach vorne zum Hörer ausgerichtet, zwei jeweils zur Seite und zwei weitere für Dolby-Atmos-Klang nach oben zur Decke hin. Zwecks optimaler Ausrichtung bedarf es vor der ersten Inbetriebnahme einer einmaligen Kalibrierung mittels beiliegendem Mikrofon.

Subwoofer überflüssig
Auf einen zusätzlichen Subwoofer verzichtet Sennheiser ganz bewusst. Die Basstiefe - der Hersteller gibt als unterste Frequenzmarke 30 Hertz an - mache diesen überflüssig. Bereits ein Blick aufs Gehäuse der Soundbar lässt erahnen, dass Sennheiser damit recht haben könnte. Mit ihren Abmessungen von 126,5 x 13,5 x 17,1 Zentimetern und stolzen 18,5 Kilogramm Gesamtgewicht ist die Soundbar im wahrsten Sinne voluminös.

Anschlussfreudig
Dennoch: Wer möchte, kann einen Subwoofer anschließen. Rückseitig steht dafür ein entsprechender Mono-Cinch-Ausgang zur Verfügung. Drei HDMI-2.0-Eingänge, ein AUX-, ein USB- (nur für Updates) sowie ein Ethernet-Eingang runden das Angebot ab. Die Verbindung zum TV-Gerät erfolgt über den HDMI-2.1-Ausgang samt eARC-Kompatibilität. Unterstützt werden zudem Bluetooth/NFC, Dual-Band-WLAN sowie Googles Chromecast, sodass sich die Soundbar auch per Sprachassistent bedienen lässt.

Steuerung per Fernbedienung oder App
Für Letzteres stehen - neben Bedienelementen am Gerät selbst - alternativ die beiliegende Fernbedienung oder eine App (iOS/Android) zur Verfügung. Beide erlauben den Zugriff auf vordefinierte Klangeinstellungen für Sport, Film, Musik oder Nachrichten, den Nacht-Modus mit reduzierten Bässen sowie die Ambeo-Funktion für virtuellen Raumklang. Praktisch: Wer mit den Presets nicht zufrieden ist, kann diese über die App individuell den persönlichen Hör-Vorlieben anpassen.

Präziser, raumfüllender Klang
Nötig ist das unserem ersten Anhören nach allerdings nicht. Bei einer “Listening-Session" am Mittwoch in Wien überzeugte die Ambeo-Soundbar mit ihrem satten, aber dennoch präzisen und vor allem erstaunlich raumfüllenden Klang (unterstützt werden neben Dolby Atmos - Dolby True HD u.a. LPCM 5.1/7.1 sowie die gängigsten DTS-Formate). Und das trotz großzügiger Raumfläche samt hoher Decke.

Kein Wunder: Laut Sennheiser ist die Soundbar für Räume mit bis zu 60 Quadratmetern ausgelegt. Die besten Ergebnisse würden allerdings mit Abständen von bis zu fünf Metern zu den Seiten und der Decke erzielt. Seien die Abstände größer, funktioniere das Einbeziehen der Reflexionen in das Klangbild zwar, diese erreichten das Ohr dann aber leicht verzögert.

Satter Klang zum satten Preis
Einziger Haken: Wer in den virtuellen Raumklang eintauchen und satten Heimkino-Sound in den eigenen vier Wänden genießen möchte, muss tief in die Taschen greifen. Die unverbindliche Preisempfehlung für die Ambeo-Soundbar liegt bei 2499 Euro - und damit teils deutlich über den Angeboten der Mitbewerber. Das sei nicht wenig, räumt man auch bei Sennheiser ein. Nach dem ersten Anhören hätten die meisten Nutzer den Preis jedoch als gerechtfertigt empfunden, betonte der Hersteller.

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle
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