05.04.2019 11:20 |

Opfer war Taxler

Drogenpaar: Sturmgewehr weckt Erinnerungen an Mord

Ein US-Sturmgewehr, das Drogenfahnder bei einem Dealerpaar gefunden hatten (wir berichteten), hat bei Ermittlern Erinnerungen an einen heimtückischen Mord in Klagenfurt geweckt. Mit mehreren Projektilen gleichen Kalibers war nämlich im Oktober 2015 ein Taxifahrer vor seinem Wohnhaus erschossen worden.

Bei der Hausdurchsuchung hatten die Fahnder das Sturmgewehr der Marke Colt zerlegt in einem Waffenkoffer entdeckt. Es war zusammen mit anderen Waffen und Drogen in einem Container versteckt. Weil das Kaliber ident sein soll mit jenen Projektilen, die vor knapp vier Jahren einen 47-Jährigen im Klagenfurter Stadtteil Waidmannsdorf das Leben gekostet hatten, hofften die Polizisten auf eine heiße Spur in diesem weiterhin ungeklärten Mordfall.

Das Sturmgewehr wurde von Experten des Bundeskriminalamtes untersucht. „Es konnten jedoch keine Zusammenhänge festgestellt werden“, berichtet ein Ermittler. Trotzdem schweigen der 38-jährige Pensionist und seine beschäftigungslose Ehefrau (40) beharrlich darüber, wo sie die AR 15 und andere Kleinkaliber-Pistolen herhaben. Die Ermittlungen laufen daher weiter.

Insgesamt soll das Drogenpaar seit 2015 ein halbes Kilogramm Heroin, 40 Gramm Kokain, zwei Kilogramm Cannabiskraut sowie 2800 Stück Benzodiazepine und rund 650 Ecstasy-Tabletten an Abnehmer aus dem Raum Villach, Klagenfurt und Völkermarkt verkauft und damit den Lebensunterhalt finanziert haben. Beide sitzen in U-Haft.

Hannes Wallner
Hannes Wallner
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