Schon für vergangenen Herbst hatte der Grazer Wirtschaftsexperte Fritz Kleiner seine Ausführungen zu der Millionenpleite des Krumpendorfer Investmenthauses AvW versprochen. "Noch ist bei uns aber nichts eingelangt", lässt der Sprecher der Klagenfurter Staatsanwaltschaft wissen. Schließlich hat Kleiner viel zu tun – jetzt soll er auch in der Meinl-Causa mit anpacken.
Und die zuständige, eigens freigestellte Anklägerin wurde schwanger. Jetzt muss sich Kollege Christoph Pollak erst einarbeiten. Daher verzögert sich ein Abschlussbericht, wenngleich gut 12.000 Kunden sauer über ihre hohen Verluste sind und nicht wissen, ob sie dies nicht doch strafrechtlich relevanten Machenschaften verdanken.
Erste Zwischenurteile
Zivilrechtlich gibt es ja schon erste Zwischenurteile, die allerdings nicht rechtskräftig sind. Ein Pilot erkämpfte sein Geld von AvW zurück und ein Richter verurteilte auch die Raiffeisenbezirksbank Klagenfurt als Depotbank zu einer Haftung gegenüber einem Geschädigten.
Interessant ist hier auch, wie der Anleger sein Engagement bei AvW darlegte: Er sei davon ausgegangen, dass es sich um ein solides Kärntner Unternehmen handle und sein Erspartes in den Genussscheinen sicher sei. Der mögliche Gesamtschaden könnte rund 400 Millionen Euro betragen.
von Kerstin Wassermann ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at
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