„Der Österreicher hatte sich offensichtlich vorgenommen, auf der Reise von Hamburg nach Karlsruhe den Vorrat an alkoholischen Getränken im Zug-Bistro drastisch zu reduzieren“, heißt es laut Polizeiprotokoll. Als der Trunkenbold während der Bahnfahrt zum wiederholten Mal zur Bar wankte, um für sich und seine Begleiterin erneut Nachschub zu holen, verweigerten ihm die genervten Kellner weitere Getränke.
Betrunkener rauchte im Waggon und zapfte sich selbst Bier
Daraufhin rastete der in Wulkaprodersdorf geborene Burgenländer völlig aus. Wüst beschimpfte er das Personal und zündete sich trotz Rauchverbot frech eine Zigarette im Waggon an. Dann drängte der Rauschige die entsetzten Mitarbeiter zur Seite, torkelte hinter die Schank und zapfte sich selbst ein Bier. „Das brachte das Fass zum Überlaufen“, berichtet ein Kellner.
In Frankfurt am Main war für den Randalierer vorzeitig Endstation. Dort warteten bereits alarmierte Beamte der deutschen Bundespolizei, die den Rowdy aus dem Zug holten. Mit 2,3 Promille intus wurde er abgeführt.
Intercity hatte große Verspätung
Auf dem Bahnsteig folgte gleich der nächste Eklat, als sich der 33-Jährige ausweisen musste: „Sein Reisepass war nur noch eine lose Blattsammlung. Seiten waren herausgerissen, das Passbild lag frei dazwischen“, so Polizeisprecher Ralf Stroeher. Ermittlungen wurden eingeleitet. Mit großer Verspätung konnte der Intercity schließlich weiterrollen.
von Karl Grammer, Kronen Zeitung
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