"Für mich war es kein einfacher Prozess", er sei sehr lange in der Sozialdemokratie verankert gewesen. Der soziale Einsatz für die Benachteiligten dieser Gesellschaft sei für ihn immer ein wichtiger Aspekt gewesen, sagte Ranftl: "Die SPÖ ist eine Partei geworden, die die Benachteiligten und sozial weniger Etablierten nicht mehr in dem Ausmaß unterstützt, wie ich es für ideal halte."
Keine "grundsätzliche Überzeugungshaltung"
Das Fass zum Überlaufen hätte für ihn der "Wahlkampf-Gag Eberau" gebracht. Ideale würden dem kurzfristigen Ziel einer Landtagswahl um einen Preis geopfert, der ihm einfach zu hoch gewesen sei. In der SPÖ vermisse er "eine grundsätzliche Überzeugungshaltung" im Hinblick auf die Asylfrage. Deshalb habe er die Konsequenzen gezogen, sei aus der Partei ausgetreten und habe bei den Grünen um Aufnahme gebeten.
Ranftl geriet vor einigen Jahren in die Schlagzeilen, als die KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten GmbH) den damaligen Primar im Krankenhaus Oberwart fristlos kündigte. Der Mediziner ging vor Gericht, die Causa endete mit einem Vergleich. Ranftl ist mittlerweile in Mödling als Oberarzt tätig. Ob er auch für die Grünen kandidieren wird, stehe noch nicht fest. Die Plätze eins bis sieben auf der Landesliste wurden bereits vergeben. Er gehe davon aus, dass Ranftl im Bezirk Oberwart eine wichtige Rolle im Wahlkampf spielen werde, so Reimon.
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