Di, 23. Oktober 2018

Spielkamerad gesucht

20.09.2018 13:31

Wenn Kinder keine Freunde finden

Wenn Kinder keinen Anschluss in der Schule finden, brauchen sie von ihren Eltern viel Liebe. Und Strategien, wie es wieder bergauf geht.

Gute Freunde - das ist viel wert. Beste Freunde zum Spielen, um Spaß zu haben, Streiche auszuhecken und Geheimnisse zu teilen. Doch was, wenn ein Kind in der Schule keinen Anschluss findet? Kinder wollen dazugehören. Dafür nehmen sie viel in Kauf. Die einen spielen den Klassenclown, die anderen tagtäglich eine „Rolle“, die so gar nicht zu ihnen passt. Außenseiter sind gefährdet. Sie erkranken häufig, leiden unter Depressionen und Appetitlosigkeit oder neigen zum „Trostessen“, haben oft Kopf- und Bauchweh. Viele träumen nachts schlecht und haben Angst vor der Schule. Zappelige Kinder werden oft als hyperaktiv abgestempelt. Dabei hilft meist schon viel Bewegung in der Freizeit.

Bringen Sie Ihrem Kind Konfliktlösung bei
Das Grundprinzip „Was du nicht willst, dass man dir tut“ ist ein guter Leitfaden. Zeigen Sie Ihrem Spross, wie man Kontakt aufnimmt: Interesse zeigen, Spielvorschläge machen. Laden Sie Klassenkollegen nach Hause ein - so findet Ihr Kind vielleicht auch in der Klasse besser Anschluss. Fädeln Sie Aktivitäten ein, die das Gemeinschaftsgefühl stärken. Machen Sie Ihrem Spross Hobbys schmackhaft. Eigene Interessen stärken das Selbstbewusstsein. Statussymbole wie ein Smartphone oder moderne Kleidung gleichen mangelnde Anerkennung nicht aus.

Kommentar vom „Kids“-Coach Nina Petz:
Wir haben zwei tolle Kinder (10 und 12), trotzdem habe ich das Gefühl, wir sind noch nicht „komplett“. Ich wünsche mir ein drittes Kind, aber in meinem Umfeld fallen immer nur abwertende Worte gegen Großfamilien. Sind meine Kinder nicht schon zu alt für ein Geschwisterchen?

Ja, es stimmt, wir leben in einer Zeit, in der Familien mit mehr als zwei Kindern immer seltener werden. Offensichtlich ist dies in ihrem Umfeld auch so, und es gibt wenig Verständnis für Ihren Wunsch nach einer „Großfamilie“. Und dieses kann oft ansteckend wirken: Haben wir dafür überhaupt genug Zeit, Liebe, Kraft und Nerven? Können wir uns ein drittes Kind leisten? Schaffen wir noch eine Schwangerschaft? Wird das Kind gesund sein? Was sagen die Geschwister? Viele Bedenken, Ängste und Fragen stehen bei der Idee nach weiterem Nachwuchs im Raum, auf die es auch gar keine universell richtigen Antworten gibt. Trotzdem ist da Ihr ganz persönlicher Wunsch nach einem dritten Kind, und diesem gilt es auch nachzugehen. Setzen Sie sich mit Ihrem Partner zusammen, und besprechen Sie alle Vor- und Nachteile. Die daraus folgende „Stricherlliste“ kann ein Wegweiser zu einer gemeinsamen Entscheidung sein - muss es aber nicht. Denn manchmal kann man auch einfach dem gemeinsamen Bauchgefühl vertrauen.

Kronen Zeitung

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