Di, 21. August 2018

Hormonverlust

01.08.2018 13:35

Mir ist so heiß...

In den Wechseljahren quälen oft Hitzeschübe. Sie drücken die Stimmung und lassen Betroffene nicht durchschlafen. Erste Hilfe gegen die unangenehmen Schweißausbrüche.

In unterschiedlichen Abständen steigt „Hitze“ auf, die Haut ist schweißnass. Vor allem nachts finden Betroffene die Beschwerden oft unerträglich und können nicht durchschlafen. Etwa ein Drittel aller Frauen leidet darunter, wenn die Zeit der Hormonumstellung um das 50. Lebensjahr einsetzt. Doch Veränderungen beginnen schon früher. Der Östrogenspiegel sinkt, und das führt zu den typischen Wechsel-Symptomen. Die Blutung setzt unregelmäßig ein und bleibt schließlich ganz aus. Die letzte Regel wird als Menopause bezeichnet. Die Zahl der Eibläschen sinkt von ursprünglich etwa 300.000 auf ein Zehntel und weniger ab - die Eierstöcke stellen langsam ihre Funktion ein.

Hitzewallungen breiten sich in Wellen vom Oberkörper in den Kopf und schließlich im ganzen Körper aus. Doch kaum haben Betroffene das Fenster aufgerissen, verschwindet das Hitzegefühl, manche fröstelt es danach regelrecht. Wenn Sie von diesem Wechselbad der Temperaturen geplagt werden, sollten Sie mit Ihrem Gynäkologen geeignete Gegenstrategien besprechen oder in der Apotheke nach pflanzlichen Möglichkeiten fragen, um die Beschwerden zu lindern.

„Cool“ bleiben mit dem richtigen Lebensstil
Bevor Sie zu Bett gehen, das Zimmer gut lüften. Während der heißen Jahreszeit so spät abends wie möglich und am frühen Morgen. Ideal wären etwa 18 Grad im Schlafzimmer, was in den Sommermonaten nicht leicht zu erreichen ist. Rollläden oder Jalousien schirmen die Sonneneinstrahlen ab und machen das Raumklima angenehmer. Eventuell kurz ein Klimagerät laufen lassen und erst dann hinlegen.

Ein dünnes Baumwoll-T-Shirt anziehen und einige weitere aufs Nachtkästchen legen, damit Sie es nachts rasch wechseln können. Ebenso ein Handtuch bereithalten. Bettwäsche und -decken aus Naturfasern werden als angenehm empfunden. Tragen Sie tagsüber möglichst kühlende Leinen-, Viskose- oder Baumwollkleidung und ziehen Sie zwei dünne Schichten an, z. B. ein Top und darüber eine Bluse, die Sie bei Bedarf ausziehen können.

Besser beim Sport schwitzen
Frauen, die sich körperlich fordern, leiden meist seltener bzw. nicht so massiv an Wechselbeschwerden. Regelmäßiges Schwitzen beim Training „vertreibt“ die Wallungen und ist auch gleich hilfreich beim Abspecken. Denn übergewichtige Frauen neigen stärker zu Hitzewallungen. Anfängerinnen sollten es sportlich jedoch schrittweise angehen.

Stehen Sie oft unter Druck? Dann sollten Sie sich Gegenmaßnahmen überlegen. Denn chronischer Stress versetzt den Körper in ständige Alarmstimmung: Ausschüttung von Stresshormonen, erhöhter Blutdruck und Ankurbelung des gesamten Stoffwechsels verstärken auch die Hitzeschübe.Versuchen Sie mehr Ruhe in Ihren Alltag zu bringen, zumindest mit kleinen Pausen, in denen Sie abschalten und durchatmen, etwa bei einem kurzen Spaziergang.

Geben Sie den Wallungen kalt warm, z. B. am Morgen mit Wechselduschen, abends bringt ein Fußbad (immer mit kühlem Wasser abschließen) Linderung. Auf den Konsum von Kaffee, Alkohol, schwarzem Tee und Zigaretten sollten Sie verzichten oder diese Genussmittel zumindest einschränken, weil sie den Stoffwechsel „anheizen“.

Eva Rohrer, Kronen Zeitung

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