Mo, 16. Juli 2018

Erste Geräte 2019

26.06.2018 15:51

Neuer Security-Standard WPA3 schützt unsere WLANs

Vor acht Monaten machten internationale IT-Sicherheitsforscher Schlagzeilen, weil sie den gängigen WLAN-Verschlüsselungsstandard WPA2 geknackt hatten, Hunderte Millionen WLAN-Router waren daraufhin angreifbar. Viele von ihnen wurden zwar mittlerweile per Update wieder abgedichtet, der Ruf von WPA2 war aber ruiniert. Jetzt kommt der Nachfolger: Die Wi-Fi-Alliance hat den Verschlüsselungsstandard WPA3 soeben beschlossen.

WPA2 war ein ganzes Jahrzehnt im Einsatz, wurde schon 2004 standardisiert, berichtet das IT-Portal „WinFuture“ am Dienstag. Jetzt ist der Nachfolger da - zumindest als Standard. Bis die neue WLAN-Verschlüsselung tatsächlich in Routern und Endgeräten implementiert ist, dürfte es aber noch mindestens bis nächstes Jahr dauern.

Bis WPA2 ganz abgelöst wurde, wird es sogar noch länger dauern, immerhin müssen dafür alle nach dem alten Standard gesicherten Geräte - Router ebenso wie Netzwerkteilnehmer - gegen solche mit dem neuen Standard ausgetauscht werden. In der Übergangszeit sollte es trotzdem zu keinen Problemen kommen, weil WPA3 abwärtskompatibel ist, also auch mit WPA2-Geräten funktioniert.

Schutz vor Brute Force und „Forward Secrecy“
Eine der wichtigsten Neuerungen: Der Standard ist gegen Brute-Force-Attacken geschützt, bei denen durch bloßes massenhaftes Ausprobieren das Passwort ausgeforscht wird. Nach einigen Fehlversuchen verlangt WPA3 eine Interaktion mit dem Router, zu der Angreifer mangels physischer Zugriffsmöglichkeit meist nicht in der Lage sind.

Ebenfalls neu: „Forward Secrecy“. Dieses Feature von WPA3 soll verhindern, dass verschlüsselte Daten nachträglich entschlüsselt werden können. Greift ein Angreifer also beispielsweise eine verschlüsselte WLAN-Kommunikation ab und gelangt später an das Passwort des WLAN-Netzwerkes, kann er die zuvor erbeuteten Daten nicht entschlüsseln, obwohl er eigentlich das Passwort hätte.

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