Die Staatsanwaltschaft soll Krzystek die Namen zur Verfügung stellen, sodass der Politiker individuell Klage einreichen kann. Nach Informationen der "Rzeczpospolita" ermittelte die Staatsanwaltschaft bereits 30 Personen. Ein Internetnutzer berichtete der Zeitung, er sei verhört worden.
Nach Auskunft von Dominik Batorski, Soziologe an der Universität Warschau, zeige sich hier eine Eigentümlichkeit der polnischen Gesetzgebung: Sie ermögliche, dass zunächst die Identität von Internetnutzern ermittelt werde, bevor über die Vorwürfe gegen die entsprechende Person entschieden werde. "Aus diesem Mechanismus lässt sich leicht eine Methode machen, um ungeliebten Kritikern den Mund zu verbieten", so Batorski.
Als Lügner und Betrüger beschimpft
Im April hatte ein Gericht Krzystek dazu gezwungen, eine ehemalige Kommunalwohnung zurückzugeben, die der Bürgermeister zuvor weit unter dem Marktwert erworben hatte. Im Internet wurde er deshalb unter anderem als "Lügner und Betrüger" beschimpft.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.