Mi, 19. September 2018

Attackiert Sender ABC

31.05.2018 10:25

Trump mischt sich in Debatte um „Roseanne“ ein

Nach anfänglichem Schweigen hat sich US-Präsident Donald Trump in die Debatte zum Rassismus-Skandal rund um die Erfolgsserie „Roseanne“ eingeschaltet. Trump verzichtete dabei am Mittwoch allerdings auf jegliche Kritik an den Äußerungen von Hauptdarstellerin Roseanne Barr - und attackierte stattdessen lieber den Sender ABC.

Barr hatte in einem nachträglich wieder gelöschten Tweet eine langjährige Beraterin von Ex-Präsident Barack Obama als Kreuzung von „Muslimbrüderschaft“ und „Planet der Affen“ beschimpft, woraufhin der US-Fernsehsender ABC die neu aufgelegte Show der 65-Jährigen kurzerhand absetzte. Die 65-jährige Schauspielerin hatte später versucht, ihren Tweet über Valerie Jarrett als „Witz“ darzustellen, für den sie sich entschuldige.

Disney-Chef informierte persönlich über Absetzung
Jarrett, die afroamerikanische Wurzeln hat, berichtete, dass sie nach der Welle der Empörung über Barrs Kommentar von Bob Iger, dem Chef des ABC-Mutterkonzerns Disney, angerufen worden sei. Er habe sie persönlich darüber informiert, dass „Roseanne“ abgesetzt werde, teilte Jarrett mit.

Trump fordert Enschuldigung für „fürchterliche Statements“ von ABC
Igers Geste gegenüber Jarrett erregte nun den Unmut des Präsidenten. „So was, er (Iger) hat niemals Präsident Donald J. Trump angerufen, um sich für die fürchterlichen Statements zu entschuldigen“, die ABC über ihn gemacht habe, twitterte Trump. „Vielleicht hat mich der Anruf bloß nicht erreicht?“ fügte er in sarkastischem Ton hinzu.

„Nichts, womit sich der Präsident verpasst“
Über die Skandal-Äußerung Barrs verlor Trump hingegen in seiner ersten öffentlichen Stellungnahme zu dem Wirbel um „Roseanne“ kein Wort. Seine Sprecherin Sarah Sanders war am Vortag einer Stellungnahme zu dem Skandal ausgewichen und hatte gesagt: „Dies ist nichts, womit sich der Präsident befasst“. Es gebe derzeit „viel größere Dinge, die im Lande im Gange sind“.

Trump gratulierte persönlich zum erfolgreichen Serienstart
Noch im März hatte Trump der „Roseanne“-Hauptdarstellerin für ihren Erfolg mit der Serie in einem Telefonat gratuliert, wie Barr seinerzeit berichtete. Die preisgekrönte Comedy-Serie über den Alltag einer Arbeiterfamilie war damals nach 21 Jahren Pause gerade neu gestartet.

In dieser zehnten Staffel tritt Barr als Trump-Anhängerin auf, die sie auch im wirklichen Leben ist. Die Neuauflage genoss euphorische Kritiken und glänzende Einschaltquoten, weshalb bereits wenige Tage nach Start der zehnten Staffel eine elfte Staffel angekündigt worden war.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Gegen Paris
3:2 - Klopps Liverpool siegt in letzter Minute
Fußball International
Zahlreiche Stichwunden
Spanische Top-Golferin Barquin (22) ermordet!
Sport-Mix
Zweite deutsche Liga
Salzburg-Leihgabe Hwang schießt HSV zum Sieg
Fußball International
Rückzug als Parteichef
Kern wird SPÖ-Spitzenkandidat bei Europawahl
Österreich
Bayern-Start in die CL
Rummenigge warnt vor Benfica ++ Sanches im Fokus
Fußball International
Perfekter CL-Start
Krasse Messi-Gala bei 4:0-Triumph des FC Barcelona
Fußball International
Nach Ekel-Attacke
Vier Spiele Sperre für Juve-Spucker Douglas Costa
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.