Riccardo Simonetti ist unfreiwillig zur Werbefigur geworden – als täuschend echte KI-Fälschung. „Ich sitze in meinem Wohnzimmer und habe so ein Produkt beworben und das war einfach eins zu eins AI-Fake“, sagte der Moderator und Autor am Donnerstag im dpa-Interview.
„Es sah wirklich so aus, dass ganz viele Menschen das geglaubt haben“, beklagt der 33-Jährige die Veränderung der sozialen Medien.
Konnten Nutzer etwa die Plattform „Myspace“ noch individualisieren, sei es mittlerweile so, dass alle dieselben Trends mitmachten.
„Deine Videos werden nur noch ausgespielt, wenn du dieselbe Musik benutzt, dieselben Reels machst wie jeder andere“, sagte der Moderator. „Algorithmen sehen dich nur, wenn du das machst, was alle machen. Jeder versucht nur noch ‘ne Kopie von jemand anderem zu sein.“
Algorithmen sind gefährlich
Simonetti bringt bald einen neuen Videopodcast heraus, gemeinsam mit Palina Rojinski. Die erste Folge des Spotify-Formats „Saus & Applaus“ erscheint am Freitag.
Palina Rojinski und Riccardo Simonetti freuen sich über ihren neuen Videopodcast „Saus & Applaus“:
„Ich finde auch, dass Algorithmen einfach auch sehr gefährlich sind“, sagt Rojinski. Sie könnten dazu beitragen, dass sich Sichtweisen verengen. Wer ein- oder zweimal Videos zu einem bestimmten Thema anschaue, bekomme anschließend nur noch Inhalte präsentiert, die dieselbe Perspektive widerspiegelten.
Sie glaubt, es sei leicht, in Fallen zu geraten und „wirklich nicht gut recherchierte Videos als bare Münze zu nehmen“. Ihrer Ansicht nach bräuchte es Regulierungen.
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