Mo, 18. Juni 2018

Management-Umbau

09.05.2018 16:00

Facebook krempelt Führungsriege komplett um

Facebook krempelt seine Führungsriege um: Rund ein Dutzend ranghoher Beschäftigter des vom Datenskandal um Cambridge Analytica beherrschten Netzwerks bekommen neue Posten. Firmenchef bleibt - aller Kritik zum Trotz - indes Mark Zuckerberg, Sheryl Sandberg weiterhin seine Stellvertreterin.

Ein Facebook-Sprecher bestätigte der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag die bisher größte Neuordnung im Managementbereich seit Bestehen des Konzerns und reagierte damit auf Berichte des Portals Recode. Demnach ist der Zuckerberg-Vertraute Chris Cox künftig verantwortlich für die Apps von Facebook, Instagram, WhatsApp und Messenger.  Die Produktabteilung von Facebook wurde indes in drei Einheiten aufgeteilt, unter anderem gibt es künftig eine, die sich um die sogenannte Blockchain-Technologie kümmert, die etwa für Kryptowährungen genutzt wird. Der langjährige Facebook-Manager Javier Olivan soll eine Einheit leiten, die sich um die Themen Sicherheit und Werbung kümmert.

Mit Kündigungen im Management ist der Umbau dem Bericht nach nicht verbunden. Erst vor gut einer Woche hatte der Mitbegründer des Messenger-Dienstes WhatsApp, Jan Koum, den Mutterkonzern Facebook verlassen. US-Medien zufolge könnte ein Streit mit Facebook über den Schutz von Nutzerdaten zu Koums Entscheidung beigetragen haben, seine Position als Führungskraft bei dem Unternehmen aufzugeben. Facebook hatte WhatsApp 2014 für 19 Milliarden Dollar (aktuell 16 Milliarden Euro) übernommen.

Facebook steht derzeit wegen eines Datenskandals rund um die Datenanalysefirma Cambridge Analytica in der Kritik. Dabei geht es um das Abschöpfen der Daten von rund 87 Millionen Facebook-Nutzern durch die inzwischen insolvente Firma, die dann unerlaubt für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump genutzt worden sein sollen.

 krone.at
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