Mi, 18. Juli 2018

Thema Erziehung

09.04.2018 17:30

Kummer bei Teenagern: Wie Sie richtig helfen!

Eltern kennen ihre Kinder in- und auswendig. Und trotzdem gibt es Themen, die Teenagern nur schwer über die Lippen kommen. Ganz normal.

Mütter und Väter müssen nicht alles wissen. Es ist aber wichtig, dass sie einschätzen können, wie es ihrem Kind geht. Ob es Probleme und Sorgen hat und vielleicht Unterstützung braucht. Kindern am besten schon früh klarmachen: Bei Schulproblemen sollen sie nicht zuwarten, sondern so rasch wie möglich die Eltern einbinden. Auch bei Mobbing in der Schule, im Freundeskreis oder in Sportvereinen.

Ob Jugendliche sich gerne ihren Eltern anvertrauen, hängt auch davon ab, wie offen daheim über Gefühle, Herausforderungen und Sorgen gesprochen wird. Je natürlicher das ist, desto leichter fällt es den Teenagern. Achten Sie deshalb zu Hause darauf, dass alles gesagt werden darf.

Belastend: Die Scheidung der Eltern
Schwierig gestaltet sich das Thema Liebe und Sexualität. Nicht alle Jugendlichen wollen so offen über ihre erste Liebe und ihre ersten Erfahrungen sprechen. Keine Sorge, es ist auch völlig normal, dies nicht zu tun. Trennen sich die Eltern, geht das am Nachwuchs - egal, wie alt er ist - nicht spurlos vorüber. Die Scheidung daheim anzusprechen ist ihnen oft aber unangenehm. Oder sie fürchten im Gespräch eine Abwertung des anderen Elternteils. In diesem Fall ist therapeutische Hilfe sinnvoll.

Kommentar von Eltern-Kids-Coach Nina Petz
Meine Zwillinge (8) sind in unterschiedlichen Klassen. Ich überlege Paul in die Klasse von Timo wechseln zu lassen. Er hat schon öfter den Wunsch geäußert. Wie frage ich Timo, ob ihm das eh recht ist?

Es ist sicherlich wichtig, dass Sie sich vor einer solchen Entscheidung alle Pros und Kontras gut überlegen. Wiegen Sie in Ruhe ab und besprechen Sie Ihr Vorhaben und Ihre Beweggründe auch mit den Lehrkräften und der Direktion. Sie können auch vorfühlen und mit Timo besprechen, wie denn das so wäre, wenn sein Bruder auch bei ihm in die Klasse ginge. Die Entscheidung über einen Wechsel sollten aber Sie als Erwachsene treffen. Ich finde es immer gut und wichtig, Kinder in viele Fragestellungen einzubinden und ihre Gefühle ernst zu nehmen. Allerdings gilt es auch immer wieder, in der Erwachsenenrolle zu bleiben und die Kinder nicht mit Entscheidungen zu überfordern, die sie einfach noch gar nicht treffen können. Die Konsequenzen für solch eine Entscheidung zu tragen wäre eine viel zu große Verantwortung für ein Kind. Sind die Würfel gefallen, besprechen Sie mit den Kindern vorerst getrennt voneinander die zukünftige Situation. So kann jeder für sich auch seine eventuellen Sorgen mitteilen, und Sie können Ihren Nachwuchs emphatisch begleiten.

Susanne Zita, Kronen Zeitung

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