So, 19. August 2018

AMD weit hinten

07.03.2018 16:51

85 Prozent der Spieler wählen Nvidia-Grafikkarten

Während der US-Chiphersteller AMD am Prozessormarkt mit seinen Ryzen-CPUs gerade verlorenen Boden von Intel zurückgewinnt, sinkt sein Marktanteil am Grafikkartensektor rasant. Aktuelle Zahlen der Gaming-Plattform Steam attestieren dem größeren Rivalen Nvidia einen Marktanteil von satten 85 Prozent. Allein Nvidias beliebte Mittelklasse-Grafikkarte Geforce GTX 1060 hat einen höheren Marktanteil als alle AMD-Modelle zusammen.

Die aktuelle Steam-Hardwareumfrage zeigt: Für Gamer führt momentan kein Weg an Nvidia vorbei, die Geforce GTX 1060 ist mit einem Marktanteil von knapp über 14 Prozent in der Steam-Community die meistgenutzte Grafikkarte der Gegenwart. Insgesamt kommt Nvidia mit all seinen Grafikkarten auf 85, AMD nur auf neun Prozent Marktanteil. Die restlichen sechs Prozent der Gamer spielen mit der Onboard-Grafiklösung ihres Prozessors.

Die Dominanz von Nvidia-Grafikkarten im Gaming-Bereich ist nicht neu: Wie „Golem“ berichtet, hat Nvidia bereits im Oktober vergangenen Jahres über 80 Prozent Marktanteil gehabt, der nun noch leicht gestiegen ist. Davor kam Nvidia auf 70 Prozent Marktanteil.

Chinesen kaufen Nvidia, Bitcoin-Miner AMD
Ein möglicher Grund für das Ungleichgewicht am Grafikkartenmarkt: Einerseits sind Nvidia-Chips am chinesischen Markt äußerst beliebt, wo sie oftmals zur Ausstattung von PCs für Internetcafés gehören. Besonders die GTX 1060 wird dort in großen Stückzahlen eingesetzt. Andererseits erfreut sich AMD derzeit bei Bitcoin-Schürfern großer Beliebtheit. Sie kaufen die Bestände auf, erhöhen damit die Preise für Gamer – und sorgen somit dafür, dass AMD-Karten knapp und teuer sind. Die Nachfrage bei Minern ist zwar auch bei Nvidia-Grafikkarten hoch, Gamer scheinen im Zweifel aber offenbar eher bereit zu sein, höhere Preise für Nvidia- statt AMD-Grafikkarten zu zahlen.

Wie sich die Situation weiterentwickelt, ist ungewiss. AMD hätte mit seiner Radeon RX Vega seit einiger Zeit einen potenten Gegenspieler für Nvidia im Sortiment, der Chip ist aber noch kaum verbreitet. Nvidia arbeitet derweil am Nachfolger seiner GTX-10-Serie, der den Codenamen „Turing“ tragen und voraussichtlich im Sommer erscheinen soll. Es ist anzunehmen, dass die Karten dann neu gemischt werden.

 krone.at
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