"Schleim-Tester"

Taschentuch soll Grippeviren erkennen können

Wissen
01.09.2009 16:54
Ein kurzer Schnäuzer - und die Diagnose steht fest: An einen "Taschentuchlabor" für Jedermann arbeiten Forscher im deutschen Bundesland Brandenburg. Mit der drohenden Grippewelle aktueller denn je, sollen Taschentücher in Zukunft nach Benutzung per Farbcode melden, wie es um den Gesundheitszustand des "Schnäuzers" bestellt ist.

Eigenständige Biosensoren in einem Tuch könnten nach dem Niesen farblich anzeigen, ob es Anzeichen für eine ernsthafte Grippeerkrankung gibt und der sofortige Arztbesuch angeraten ist, erläuterte Frank Bier vom Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik in Potsdam-Golm am Dienstag.

14-Millionen-Euro-Projekt
Ziel sei, das mit 14 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln geförderte Projekte in fünf Jahren zur Produktionsreife zu bringen. In die Forschungsarbeiten seien 14 Partner eingebunden, neben Brandenburger auch nationale Forschungseinrichtungen und Hochschulen sowie Unternehmen. 

Fünf Unternehmen hätten bereits ihr Interesse bekundet, das "Taschentuch" zu produzieren, das zu einem günstigen Preise angeboten werden soll, sagte Bier.

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