Und so mussten die Kälber bereits fünf qualvolle Stunden in dem hoffnungslos überladenen Transporter ausharren. „Das Leiden der Tiere war völlig unnotwendig. Der Lkw-Fahrer hatte die Höhe der Käfige aus Schlampigkeit viel zu niedrig eingestellt“, erklärt Rabitsch: „Rinder können nicht gebückt stehen und sie scheuerten daher mit ihrem Rücken an der Decke des Lkw. Hätten wir den Transporter nicht angehalten, hätte das für die Vierbeiner schlimm geendet. Der Lkw war unterwegs nach Venedig, wo die in Linz und Salzburg aufgeladenen Kälber gemästet werden sollen.
„Grobe Verfehlungen"
„Bei der Kontrolle haben wir die Ruhe- und Fahrzeiten des Lkw-Lenkers der vergangenen 28 Tage kontrolliert. Es hat grobe Verfehlungen gegeben“, berichtet Abteilungsinspektor Norbert Rohseano. Nachdem die Tiere versorgt wurden, durfte der Mann aus Venedig dennoch die Fahrt fortsetzen. Rohseano: „Wir haben eine Sicherheitsleistung eingehoben und bei der Bezirkshauptmannschaft Anzeige gegen ihn erstattet.“
Wie die Experten bestätigen, wird Kärnten als Transitland für Tiertransporte immer öfter gemieden. Rabitsch: „Durch die strengen Kontrollen wird unser Bundesland oft umfahren. Der Transport wird für die Tiere dadurch aber nicht besser.“
von Thomas Leitner und Oskar Polak, "Kärntner Krone"
Symbolbild
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