Skandal-Deal

Martinz: “Werden Parteienförderung beschließen”

Kärnten
11.06.2009 12:56
Die schamlose Selbstbedienung der Kärntner Parteien am Geld der Steuerzahler empört die Bevölkerung. Nur zu gut haben die Menschen noch die Plakatwüste in Erinnerung, in die die Parteien Kärnten vor den Landtagswahlen verwandelt haben. ÖVP-Chef Josef Martinz (Foto) bleibt aber trotz wilder Proteste aus der Bevölkerung hart: "Der Deal wird nächste Woche im Landtag beschlossen."

Schon bisher kassierten die Parteien bis zu acht Millionen Euro im Jahr, jetzt wollen sie fünf weitere Millionen. Was aber könnte man mit diesem Geld alles machen? Was etwa erhält einer der 17.814 Arbeitslosen, die es Ende Mai in Kärnten gab? Josef Sibitz, Chef des Arbeitsmarktservice: „Das durchschnittliche Arbeitslosengeld beträgt 783 Euro.“ 

Der Taschenrechner zeigt die ganze Dimension dieses unverschämten Deals von BZÖ, SPÖ, VP und Grünen. 532 Arbeitslose könnten ein ganzes Jahr lang mit den fünf Zusatz-Millionen für die Parteien finanziert werden!

Martinz bleibt hart
Doch noch versuchen die Parteichefs die Wut der Bevölkerung auszusitzen. ÖVP-Obmann Josef Martinz erneuerte am Dienstagabend seine Aussage, den Deal durchziehen zu wollen. „Nächste Woche am Donnerstag wird das im Landtag beschlossen,“ zeigt er kein Einsehen.

Was sagst du zur Erhöhung der Parteienförderung? Findest du sie gerechtfertigt? Schreibe uns deinen Kommentar (siehe unten)!

von Fritz Kimeswenger (Kärntner Krone) und kaerntnerkrone.at


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