Tag der offenen Tür

Künstler gewähren Einblick in ihr Schaffen

Burgenland
05.06.2009 11:58
Bereits in seine 15. Ausgabe geht der "Tag der offenen Tür" bei burgenländischen Künstlern am 6. und 7., sowie am 11., 13. und 14. Juni. 54 Künstler aus 38 Gemeinden von Jennersdorf bis Neusiedl laden in ihre Ateliers und lassen sich bei der Arbeit über die Schulter schauen. Werke betrachten, direkt vor Ort über die Arbeiten sprechen und "in persönlichen Begegnungen die Künstler näher kennenlernen", lautet das Ziel, wie Kulturlandesrat Helmut Bieler (SPÖ) in einer Aussendung betont.

Einblicke gibt es dabei in Arbeitsweisen vom fragilen Schmuck- und Keramikdesign (etwa bei Anica Kostyan) über jede Menge Fotografie und Malerei bis zur schwergewichtigen Steinbearbeitung einer Ulrike Truger. Unterschiedlicher könnten auch die Atelierorte kaum sein: Da sind kleine städtische Studios in Eisenstadt, da sind versteckte Bauernhöfe im Südburgenland oder das großzügige Freilichtmuseum von Wander Bertoni in Winden am See, wo zahlreiche Großplastiken des Bildhauers am Gelände aufgestellt sind, während Pavillon und "Galerie" sein Lebenswerk und bestimmte Zyklen in chronologischer Reihenfolge enthalten. Am 11. Juni zwischen 11 und 17 Uhr erwartet der 83-jährige Bertoni seine Gäste.

Stopps am Neusiedler See lohnen sich
Bei einer Runde um den Neusiedlersee lohnen auch Stopps in Neusiedl, Podersdorf, Gols, Mörbisch und Oslip in den Malerateliers von etwa Franz Rittsteuer, Brigitte Weissenbacher, Michael Csokay oder Andreas Michael Lang. Ein Abstecher nach Eisenstadt führt bei den beiden Künstlerpaaren Inge und Edgar Schenk sowie Emmerich Gradauer und Gertrud Miko vorbei, oder auch in Trausdorf, wo Birgit Sauer auf den Flugplatz einlädt. Dort hat die junge Malerin, Fotografin und Grafikerin, die gerade erst sowohl bei Wolfgang Exner als auch in der Stadtgalerie Purkersdorf ausstellte, auch Platz für großformatige Arbeiten und lässt am 14. Juni zwischen 15 und 18 Uhr bei deren Entstehung zusehen. Nicht weit ist es nach Zemendorf und in den typischen Streckhof, in den sich Helmut Parthl mit seiner jungen Familie zurückgezogen hat.

Kunst einem breiteren Publikum nahe bringen
Einem "breiteren kunstinteressierten Publikum" will die Aktion der Landesgalerie das Wirken Künstler nahe bringen, alle offenstehenden Ateliers - die sich südlich bis nach Jennersdorf, St. Martin an der Raab oder östlich nach Deutsch Bieling verstreuen - sind auf einer eigenen Karte im Folder zur Aktion vermerkt, der gratis in Gemeindeämtern, Fremdenverkehrs- und öffentlichen Stellen aufliegt. Falls ein Künstler keine bestimmte "Besuchszeit" angegeben hat, werden Atelierpendler zwischen 10 und 18 Uhr empfangen.

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