Rote abgerutscht

SPÖ im Burgenland laut Umfrage ohne Absolute

Burgenland
03.06.2009 11:29
Im Burgenland ist die SPÖ laut einer von den "Bezirksblättern" veröffentlichten Umfrage erstmals seit Jahren wieder unter die Marke von 50 Prozent gerutscht. Laut dem aktuellen "Politbarometer" kämen die Sozialdemokraten bei einer Landtagswahl derzeit auf 47 Prozent (-5,2 Prozentpunkte im Vergleich zur Landtagswahl 2005) und würden damit die Absolute Mehrheit verlieren. Die ÖVP büßt 2,4 Prozentpunkte ein und liegt bei 34 Prozent. Stark zugelegt (plus 6,2 Prozentpunkte) haben die Freiheitlichen, die bei zwölf Prozent halten. Für die Grünen mit exakt vier Prozent (minus 1,2 Prozentpunkte) käme der Einzug in den Landtag denkbar knapp.
Bei den Popularitätswerten liegt weiterhin Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ/siehe Bild) mit 73 Prozent unangefochten an der Spitze. Er erreicht zudem einen Bekanntheitsgrad von 100 Prozent. Auf Platz zwei folgt Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl/ÖVP (59 Prozent, Bekanntheit: 96 Prozent), den dritten Platz belegt Landesrat Peter Rezar (SPÖ) mit 55 Prozent (Bekanntheit: 87 Prozent).

Bei der Popularität stärker zugelegt haben SPÖ-Klubobmann Christian Illedits und FPÖ-Obmann Johann Tschürtz (beide plus sechs Prozentpunkte) sowie ÖVP-Klubobmann Rudolf Strommer (plus fünf). Am stärksten eingebüßt (minus vier Prozentpunkte) hat laut Umfrage Grünen-Klubobfrau Grete Krojer.

Mehrheit für Landeshauptmann-Direktwahl
Die Landeshauptmann-Direktwahl würde Niessl mit 47 Prozent für sich entscheiden vor Steindl mit 25 Prozent. Abgeschlagen folgen Tschürtz (vier Prozent) und Krojer (zwei Prozent). Für eine Direktwahl des Landeshauptmannes sprachen sich 68 Prozent der Befragten aus. Einer Abschaffung des Proporzsystems bei der Besetzung der Landesregierung hingegen können nur 31 Prozent Positives abgewinnen, weitere 31 Prozent sind dagegen, 33 Prozent ist das Thema "egal".
 
Bei der Frage nach dem Stimmverhalten wurden diesmal auch das BZÖ (2005 nicht kandidiert) berücksichtigt. Für das Bündnis sprachen sich zwei Prozent aus. Die Plattform Freie Bürgerlisten (FBL) rangierte unter "andere", die insgesamt auf ein Prozent kamen.
 
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